Spinnenpflanze anbauen: Exotische Sommerblume mit Staubfäden

Spinnenpflanze anbauen bringt exotisches Flair in den Garten – Cleome spinosa gigantea gehört eigentlich zu den altmodischen Pflanzen, denn zur Jahrhundertwende fand man sie in jedem Garten. Nach langer Vergessenheit erfreut sie sich wieder wachsender Beliebtheit. Ihr strauchiger Wuchs erreicht mühelos eine Höhe von etwa einem Meter, und den ganzen Sommer erfreut sie durch ihre rosa Blüten mit langen, spinnenartigen Staubfäden.

Aussaat und Anzucht der Spinnenpflanze

Die Aussaat der Spinnenpflanze erfolgt ab März im Frühbeet oder auf der Fensterbank. Die Samen keimen bei Temperaturen um 20 bis 22 °C nach etwa 10 bis 14 Tagen. Cleome ist wärmeliebend und verträgt keinen Frost – die Jungpflanzen werden erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Der Standort sollte vollsonnig und warm sein, der Boden nährstoffreich und durchlässig. Der Pflanzabstand beträgt 40 bis 50 cm, da die Pflanzen sehr ausladend werden. Cleome eignet sich auch für die Kultur in großen Kübeln auf der Terrasse. Regelmäßiges Gießen und gelegentliches Düngen fördern üppiges Wachstum.

Besonderheiten und Verwendung im Garten

Die Spinnenpflanze verdankt ihren Namen den langen, spinnenartigen Staubfäden, die weit aus den Blüten herausragen. Der strauchige Wuchs und die Höhe von etwa einem Meter machen sie zu einer imposanten Solitärpflanze oder Hintergrundpflanze im Beet. Den ganzen Sommer über blüht sie ununterbrochen in Rosa, und die Blüten werden von Schmetterlingen und Hummeln gern besucht. Als Schnittblume ist Cleome ebenfalls verwendbar, obwohl die Stiele einen leicht unangenehmen Geruch haben können. Im Herbst bildet die Pflanze dekorative Samenschoten. Die Spinnenpflanze sät sich häufig selbst aus und kommt im nächsten Jahr von allein wieder.

Häufig gestellte Fragen

Warum heißt Cleome Spinnenpflanze?

Der Name Spinnenpflanze leitet sich von den langen, spinnenartigen Staubfäden ab, die weit aus den Blüten herausragen und an Spinnenbeine erinnern. Diese ungewöhnliche Blütenform macht Cleome zu einer der exotischsten Sommerblumen im Garten.

Warum war die Spinnenpflanze lange Zeit aus den Gärten verschwunden?

Cleome galt lange als altmodisch und wurde durch modernere Züchtungen verdrängt. In den letzten Jahren erlebt sie jedoch ein Comeback, da Gartenfreunde wieder mehr Wert auf naturnahe, bienenfreundliche Pflanzen legen. Ihre Robustheit und lange Blütezeit machen sie wieder attraktiv.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 220

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