Speiserüben gehören zu den schnellwachsenden Gemüsearten, die du schon wenige Wochen nach der Aussaat ernten kannst. Damit sie ihren zarten, milden Geschmack behalten, ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend – zu lange in der Erde belassene Rüben werden holzig und verlieren an Qualität. Auch der Schutz vor typischen Kreuzblütler-Schädlingen ist wichtig, damit du eine reiche Ernte einfahren kannst.
Ernte und Lagerung
Mairüben sind meist nach vier bis sechs Wochen erntereif, Navet-Rüben nach sechs bis acht Wochen. Wenn sie länger auf den Beeten stehen, werden sie holzig und verlieren ihren feinen Geschmack. Mairüben solltest du frisch verarbeiten, da sie sich nicht gut lagern lassen. Navet-Rüben kannst du kurzzeitig im Kühlschrank aufbewahren, am besten in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, damit sie nicht austrocknen. Ernte die Rüben am besten an einem trockenen Tag und entferne das Laub direkt nach der Ernte.
Schädlinge und Krankheiten
Als Kreuzblütler werden Speiserüben von Kohlfliegen, Erdflöhen, Kohlweißlingsraupen und Drahtwürmern bedroht. Gegen viele dieser Schädlinge helfen Gemüseschutznetze auf den Beeten, die du am besten direkt nach der Aussaat auslegst. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Kohlhernie sowie Echter und Falscher Mehltau. Gegen Kohlhernie helfen nur konsequenter Fruchtwechsel von mindestens vier Jahren und gute Gartenhygiene. Achte darauf, befallene Pflanzenreste nicht auf dem Kompost zu entsorgen, sondern über den Hausmüll.
Gaertner Poetschkes Tipp: Schütze deine Speiserüben von Anfang an mit Gemüseschutznetzen – so hältst du Kohlfliegen, Erdflöhe und andere Kreuzblütler-Schädlinge fern, ohne Pflanzenschutzmittel einsetzen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen
Wie schütze ich Speiserüben vor Erdflöhen?
Lege Gemüseschutznetze direkt nach der Aussaat über die Beete. Erdflöhe befallen besonders junge Sämlinge. Auch regelmäßiges Gießen hält den Boden feucht und macht ihn für Erdflöhe weniger attraktiv.
Was ist Kohlhernie und wie verhindere ich sie?
Kohlhernie ist eine Pilzkrankheit, die krebsartige Wucherungen an den Wurzeln verursacht. Gegen Kohlhernie helfen nur konsequenter Fruchtwechsel von mindestens vier Jahren und gute Gartenhygiene. Entsorge befallene Pflanzen über den Hausmüll.