Speiserüben anbauen: Mairüben und Navet-Rüben

Mairüben und Navet-Rüben gehören zu den schnellsten Gemüsearten im Garten: Schon vier bis acht Wochen nach der Aussaat kannst du die zarten, milden Wurzeln ernten. Sie schmecken roh im Salat ebenso gut wie gedünstet oder in Suppen – und stellen kaum Ansprüche an Boden und Pflege.

Standort, Aussaat und Boden

Speiserüben (Brassica rapa subsp. rapa) gehören zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae) und dürfen daher nicht vor oder nach anderen Kreuzblütlern auf demselben Beet angebaut werden. Sie sind anspruchslos und mit nahezu jedem Boden zufrieden. Der Düngerbedarf ist gering, da die Kulturdauer sehr kurz ist. Mairüben werden ab März/April in Reihen mit einem Abstand von 25 cm und einer Saattiefe von 2 cm ausgesät, der Abstand in der Reihe sollte 6 bis 10 cm betragen. Navet-Rüben säst du auf die gleiche Weise, aber erst ab Juli aus. Die Aussaat erfolgt direkt im Freiland, da sich Rüben nicht verpflanzen lassen.

Pflege, Ernte und Lagerung

Nach der Aussaat hältst du die Beete gleichmäßig feucht, bis die Samen gekeimt sind. Später solltest du nur bei trockenem Wetter gießen. Regelmäßiges Jäten verhindert, dass Unkraut die Pflanzen überwuchert. Mairüben sind meist nach vier bis sechs Wochen erntereif, Navet-Rüben nach sechs bis acht Wochen. Wenn sie länger auf den Beeten stehen, werden sie holzig. Mairüben werden frisch verarbeitet, da sie sich nicht gut lagern lassen. Der Sommeranbau ist wenig empfehlenswert, da der zarte Geschmack bei zu viel Licht und Hitze strenger wird.

Schädlinge und Krankheiten

Als Kreuzblütler werden Speiserüben von allen für diese Pflanzenfamilie typischen Schädlingen bedroht: Kohlfliegen, Erdflöhe, Mehlige Kohlblattlaus, Drahtwürmer und Kohlweißlingsraupen sind die häufigsten. Gegen viele dieser lästigen Insekten helfen Gemüseschutznetze auf den Beeten. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Kohlhernie sowie Echter und Falscher Mehltau. Gegen Kohlhernie helfen nur konsequenter Fruchtwechsel und Gartenhygiene.

Gärtner Poetschkes Tipp: Ernte Mairüben rechtzeitig nach vier bis sechs Wochen – zu lange in der Erde belassene Rüben werden holzig und verlieren ihren zarten Geschmack.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mairüben und Navet-Rüben?

Mairüben werden ab März/April ausgesät und sind nach vier bis sechs Wochen erntereif. Navet-Rüben werden erst ab Juli ausgesät und sind nach sechs bis acht Wochen erntereif. Beide sind zarte Speiserüben, Navet-Rüben gelten als besonders mild.

Kann ich Speiserüben im Sommer anbauen?

Der Sommeranbau ist wenig empfehlenswert, da der zarte Geschmack bei zu viel Licht und Hitze strenger wird. Besser sind Frühjahrs- und Herbstaussaaten für optimalen Geschmack.

Neues Großes Gartenbuch – Gaertner Poetschke

Seiten: 104, 105

Verwandte Artikel