Unter Bäumen, an Nordhauswänden oder zwischen hohen Hecken kämpft normaler Rasen ums Überleben – er wird lückig, moosig und unansehnlich. Spezielle Schattenrasen-Mischungen enthalten Gräser wie Lägerrispe und Ausläuferrotschwingel, die mit deutlich weniger Licht auskommen und auch an halbschattigen Standorten eine dichte Grasnarbe bilden.
Welche Gräser eignen sich für Schatten?
Schattenrasen-Mischungen enthalten vorwiegend Hain-Rispe (Poa nemoralis), Lägerrispe (Poa supina) und Ausläuferrotschwingel (Festuca rubra). Diese Arten sind an den Waldboden angepasst und vertragen deutlich weniger Licht als die typischen Gebrauchsrasengräser. Deutsches Weidelgras (Lolium perenne), das in Standardmischungen dominiert, kommt mit Schatten hingegen schlecht zurecht und sollte in Schattenmischungen nur in geringen Anteilen enthalten sein.
Schattenrasen anlegen und pflegen
Lege Schattenrasen am besten im September an, wenn das Laub der Bäume noch nicht gefallen ist und du die tatsächliche Schattenwirkung einschätzen kannst. Bereite den Boden wie für normalen Rasen vor und säe mit etwas höherer Saatdichte (30 Gramm pro Quadratmeter). Mähe Schattenrasen nicht kürzer als 5 bis 6 Zentimeter und dünge etwas zurückhaltender als Sonnenrasen – Schattengräser wachsen langsamer und brauchen weniger Nährstoffe. Entferne Laub im Herbst besonders zügig, da es den ohnehin lichtarmen Gräsern die letzte Helligkeit nimmt.
Grenzen des Schattenrasens
Auch die schattenverträglichsten Gräser brauchen ein Minimum an Licht – unter sehr dichten Nadelgehölzen oder bei weniger als drei Stunden diffusem Tageslicht pro Tag wird selbst Schattenrasen nicht gedeihen. An solchen Standorten sind Bodendecker wie Efeu, Waldmeister oder Immergrün die bessere Wahl. Alternativ kannst du Rindenmulch oder Kiesflächen anlegen, die pflegeleicht und dennoch attraktiv sind.
Gaertner Poetschkes Tipp: Lichte die Baumkronen über dem Schattenrasen regelmäßig aus – schon etwas mehr Lichteinfall verbessert das Rasenwachstum erheblich.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich normalen Rasen in Schattenrasen umwandeln?
Ja, säe in den bestehenden Rasen eine Schattenrasen-Mischung nach. Vertikutiere die Fläche vorher, damit der Samen Bodenkontakt bekommt, und halte die Stelle feucht.
Wie oft muss Schattenrasen gemäht werden?
Schattenrasen wächst langsamer und muss nur alle zwei bis vier Wochen gemäht werden – deutlich seltener als Rasen in voller Sonne.