Rosmarin anbauen: Mediterranes Würzkraut für den Garten

Rosmarin anbauen bringt mediterranes Flair in den Garten – der immergrüne Halbstrauch mit dem botanischen Namen Rosmarinus officinalis stammt aus dem Mittelmeerraum und besticht durch sein intensives, harziges Aroma. Als Würzkraut zu Fleisch, Kartoffeln und Gemüse ist er unverzichtbar, und in der Volksmedizin wird er bei Kreislaufschwäche und Erschöpfung geschätzt.

Standort und Pflege von Rosmarin

Rosmarin benötigt einen vollsonnigen, geschützten Standort mit durchlässigem, eher magerem Boden. Staunässe verträgt er nicht und reagiert darauf mit Wurzelfäule. In milden Regionen kann Rosmarin im Freiland überwintern, wenn er an einer geschützten Hauswand steht und mit Vlies abgedeckt wird. In kälteren Gegenden empfiehlt sich die Kultur im Kübel, der im Winter frostfrei, aber kühl und hell aufgestellt wird. Die Vermehrung erfolgt am besten durch Stecklinge im Sommer, da die Aussaat langwierig ist. Rosmarin wächst als Halbstrauch und kann mit den Jahren eine stattliche Größe erreichen. Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr hält die Pflanze kompakt und fördert den Neuaustrieb.

Ernte und Verwendung in Küche und Heilkunde

Die nadelförmigen Blätter können ganzjährig frisch geerntet werden – das ist ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Kräutern. Rosmarin ist ein klassisches Gewürz zu Lammfleisch, Bratkartoffeln, Geflügel und mediterranen Gemüsegerichten. Die Zweige werden mitgegart und vor dem Servieren entfernt. Auch in Brot und Focaccia ist Rosmarin eine beliebte Zutat. In der Volksmedizin wird Rosmarintee bei Kreislaufschwäche, niedrigem Blutdruck und Erschöpfung empfohlen. Ein Rosmarinbad wirkt durchblutungsfördernd und belebend. Das ätherische Rosmarinöl findet in der Aromatherapie Anwendung bei Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Getrockneter Rosmarin behält sein Aroma gut, wenn er luftdicht und dunkel gelagert wird.

Häufig gestellte Fragen

Ist Rosmarin in Deutschland winterhart?

Rosmarin ist nur bedingt winterhart und verträgt Temperaturen bis etwa minus 10 °C. In milden Regionen kann er an geschützten Standorten im Freiland überwintern. In kälteren Gegenden empfiehlt sich die Kultur im Kübel mit frostfreier Überwinterung.

Wie vermehrt man Rosmarin am einfachsten?

Die einfachste Methode ist die Vermehrung durch Stecklinge im Sommer. Schneide etwa 10 cm lange, halbverholzte Triebspitzen ab, entferne die unteren Blätter und stecke sie in feuchte Anzuchterde. Nach wenigen Wochen bilden sich Wurzeln.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 142

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