Rosen überwintern: Schutz für Beet- und Hochstammrosen

Wenn die ersten Nachtfröste drohen, brauchen deine Rosen rechtzeitig Schutz, damit sie unbeschadet durch den Winter kommen. Busch-, Hochstamm- und Kletterrosen stellen dabei unterschiedliche Anforderungen an den Winterschutz, denn jede Wuchsform hat ihre eigenen Schwachstellen.

Buschrosen sicher durch den Winter bringen

Eine der letzten Arbeiten im Herbst ist das Einwintern der Rosen. Buschrosen häufelst du möglichst hoch mit Erde an, denn das ist das sicherste und beste Deckmittel. Wer Tannenreisig zur Verfügung hat, kann dieses zusätzlich darüber decken. Kommt eine Herbstbestellung an Rosen zu spät von der Baumschule und die Pflanzung ist wegen Frost nicht mehr möglich, legst du die Rosen am besten im Keller ein und schlägst sie dort ein. Bei Tauwetter kannst du die Pflanzung dann nachholen.

Winterschutz für Hochstammrosen

Hochstammrosen benötigen besonderen Schutz, da ihre Veredlungsstelle hoch am Stamm sitzt und dem Frost ausgesetzt ist. Der Stamm wird mit Jutesäcken oder Vlies umwickelt, die Krone mit Tannenreisig oder Stroh eingepackt. Ein stabiler Pfahl gibt dem Hochstamm Halt gegen Windbruch. In besonders kalten Regionen kann die Krone vorsichtig heruntergebogen und mit Erde bedeckt werden, sofern der Stamm biegsam genug ist. Achte darauf, den Schutz erst zu entfernen, wenn keine starken Nachtfröste mehr drohen.

Kletterrosen am Spalier schützen

Kletterrosen werden an Spalieren, Bögen oder Pergolen gezogen und brauchen eine stabile Rankhilfe. Im Winter schützt du die Basis der Pflanze durch Anhäufeln mit Erde oder Kompost. Die Triebe bleiben am Spalier befestigt, können aber zusätzlich mit Vlies umwickelt werden. In milden Lagen reicht oft das Anhäufeln der Basis aus. Kletterrosen sind insgesamt robuster als Hochstammrosen, da ihre Veredlungsstelle nah am Boden liegt und durch die Erdabdeckung gut geschützt ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das beste Deckmittel für Buschrosen im Winter?

Erde ist das sicherste und beste Deckmittel für Buschrosen. Häufele die Pflanzen möglichst hoch an und decke zusätzlich Tannenreisig darüber, um die Veredlungsstelle zuverlässig vor Frost zu schützen.

Kann man zu spät gelieferte Rosen noch im Winter einpflanzen?

Wenn der Boden bereits gefroren ist, solltest du die Rosen im Keller einschlagen und feucht halten. Sobald Tauwetter eintritt, kannst du die Pflanzung nachholen. So überstehen die Rosen die Wartezeit unbeschadet.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 206, 207, 208

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