Zwei Arten sind zu unterscheiden: Die Wurzel- und die Schnittpetersilie. In der Fruchtfolge wird Petersilie in zweiter, aber auch in dritter Tracht angebaut, je nachdem du Land dafür zur Verfügung hast.
Herkunft und Eigenschaften
Zwei Arten sind zu unterscheiden: Die Wurzel- und die Schnittpetersilie. In der Fruchtfolge wird Petersilie in zweiter, aber auch in dritter Tracht angebaut, je nachdem du Land dafür zur Verfügung hast. Am besten säst du im März bis Mai in Reihen von 20 cm Abstand aus. Die Wurzelpetersilie wird auf 5 cm verzogen, die Schnittpetersilie auf 4 bis 5 cm. In die Reihen säst du wie bei Karotten und Zwiebeln ganz dünn etwas Radieschensamen, um „blind“ hacken zu können. Hacken und Unkrautvernichtung sind die Arbeiten, die das Petersilienbeet von uns verlangt. Wer viel Petersilie braucht, muss im Sommer öfters gießen. Als Düngung gibt man vor der Aussaat 30 g Pflanzenfutter auf den Quadratmeter. Willst du im Winter schöne Petersilie haben, pflanze dir einige starke Wurzeln in Töpfe und setze diese ans Küchenfenster. Die Köpfe der Wurzeln müssen frei stehen. Ganz gewitzte Gartenfreunde pflanzen im Herbst den Balkonkasten voll. Wer Bretter und Deckmaterial hat, schneidet im August die Petersilie vollständig ab. Ehe der Winter kommt, wird von Brettern ein Kasten um das Beet gebaut und von oben mit Fenstern zugedeckt. An frostfreien Tagen musst du jedoch lüften. Um den Kasten wird ein Erddamm in der Höhe der Bretter als Schutz angeworfen. Auf diese Weise kann das Beet bis in den Winter hinein vollständig abgeerntet werden. Wurzelpetersilie wird zum Überwintern im Herbst in Sand eingeschlagen (im Keller oder in der Miete). Als Wurzelpetersilie empfehle ich dir die Sorte „Halblange“, verbesserte Berliner, als Schnittpetersilie die „Mooskrause 2/Smaragd“, es sind die geeignetsten Sorten. Der Heilwert der Petersilie Die Petersilie ist außer ihrer Verwendbarkeit in der Küche auch ein vorzügliches Hausmittel, besonders als Tee. Sie wirkt wasser- und blähungstreibend, nervenberuhigend und schmerzstillend. Ein gehäufter Esslöffel Petersilienwurzel wird mit einem Viertel Liter Wasser eine Minute gekocht. Dieser Tee, täglich 1 bis 2 Tassen schluckweise genommen, wird bei Wassersucht, Blasenschwäche, Harnverhaltung und wässrigen Ergüssen in den Beinen, der Brust und der Bauchhöhle mit allerbestem Erfolg angewandt, da er eine besonders harntreibende Wirkung besitzt. Frisch zerquetschte Petersilie wirkt schmerzstillend und heilend bei Ohren- und Zahnschmerzen,
Aussaat und Anbau im Garten
selbst wenn das Gesicht schon stark angeschwollen ist (in die Ohren stecken). Auflagen mit zerquetschter Petersilie werden mit Erfolg bei krankhaften und hartnäckigen Verhärtungen der Brüste (sogenannten Milchknoten) und anderen Drüsen angewandt. Bei Harnzwang, Wassersucht, Blasenleiden und Nierenwassersucht ist Tee von Petersiliensamen ein altes Hausmittel. Man trinke täglich höchstens zwei Tassen (ein Teelöffel Samen auf eine Tasse). Bei Mückenstichen ist sie ebenfalls ein altbewährtes Hausmittel. Man reibt die Stichstellen mit dem grünen Kraut ein. Du siehst, welch große Heilkraft in der Petersilie steckt. Darum trockne Petersilie im Sommer, wenn du reichlich von dem Kraut im Garten hast. Das Trocknen muss im Schatten geschehen, damit das Aroma erhalten bleibt. Petersilie lässt sich, feingehackt oder in Sträußchen, auch prima einfrieren! Interessantes von der Petersilie 1 g Petersiliensamen enthält ca. 600 Körner. Die Keimdauer beträgt 21 Tage. Die Saat bleibt zwei bis drei Jahre keimfähig. Saattiefe 5 mm. Auf 1 qm werden 3 g Saat gerechnet. Der Durchschnittsertrag pro qm liegt bei 1 kg frischer Schnittpetersilie. Eine Normalernte entzieht einem qm Boden an Reinnährstoffen: 7 g Stickstoff, 7 g Phosphorsäure, 11 g Kali und 10 g Kalk. Bis zum ersten Schnitt musst du etwa 65 bis 70 Tage warten. In der Petersilie sind die Vitamine A und C reichlich vorhanden. Die Petersilie in der Küche Liebe Hausfrau! Wohl kaum ein zweites Würzkraut ist auf der Erde so bekannt wie unsere gute alte Petersilie. Schon sehr früh hat die Menschheit die hohe und eigenartige Würzkraft dieses Kräutleins erkannt und es in ihren Gärten gehegt und gepflegt. Auch du hast wohl als Kind schon den Abzählreim aufgesagt: „Petersilien-Suppenkraut, wächst in unserm Garten ….“ und hast somit recht früh schon Freundschaft mit ihr geschlossen. Wie vielseitig die Verwendungsmöglichkeit ist, weißt du selbst. Viele Speisen bekommen erst durch dieses unscheinbare Kräutlein die letzte Feinheit in der Würze, die Abrundung. Da die Petersilie in allen Fällen zuletzt zugegeben wird, kommt sie in rohem Zustand in den Magen, wodurch auch ihre gesundheitsfördernde Wirkung auf den Gesamtorganismus zur Wirkung kommt. Petersiliensoße zu gekochtem Fisch und Fleisch Ein altbekanntes
Verwendung in Küche und Heilkunde
Rezept, den jungen Hausfrauen sei es trotzdem erzählt. Du lässt 3 Esslöffel gehackte Petersilie zusammen mit einer feingehackten Zwiebel in Butter schwitzen, achtest aber darauf, dass sich die Zwiebel nicht bräunt. Jetzt kommt ein Esslöffel Mehl oder eine geriebene Semmel hinein, mit Fleischbrühe wird aufgefüllt und eine schöne sämige Soße daraus gemacht. Eine Prise Pfeffer, Salz und etwas Fett werden zugegeben. Ein paar Tropfen Suppenwürze oder einige Tropfen Zitronensaft werden gleichfalls beigefügt. Willst du die Soße zu Fisch verwenden, wird an Stelle der Fleischbrühe mit Fischsud aufgegossen, wobei darauf zu achten ist, dass nur so viel Fischbrühe genommen wird, wie es dem Gaumen wegen des Salzgeschmackes zuträglich ist. Es muss dann evtl. mit Wasser verdünnt werden. Das Einfrieren von Petersilie Petersilie wird vollkommen roh eingefroren. Man reinigt und wäscht zu diesem Zweck nur frische, grüne Blätter, entfernt die Stiele und füllt sie in Beutel. Wichtige Hinweise Du weißt, dass du Petersilie im Sommer trocknen kannst, um zur Winterzeit dieses herrliche Kräutlein nicht ganz zu missen. Trockne sie aber im Schatten. Der große Heilwert des Krautes ist dir aus dem vorher Gesagten bekannt. Nicht genug kann ich dir raten, im Herbst einige Pflanzen einzutopfen oder in den Balkonkasten zu setzen. Zu Dekorationszwecken wird besonders die mooskrause Petersilie gern verwendet. Die Glattblättrige ist allerdings wesentlich würziger und aromatischer. Eingesalzenes Suppengrün Du stellst es wie folgt her: Frische Petersilie und frisches Selleriekraut werden gewaschen und kommen auf ein Tuch zum Abtrocknen. Danach werden die beiden Kräuter mit dem Wiegemesser zerkleinert, mit reichlich Salz vermengt und in ein Glas gedrückt. Obendrauf kommt nochmals eine Salzschicht von 1 cm Dicke als Abschluss. So konserviertes Suppengrün hält sich sehr lange und ist im Winter eine willkommene Würze. Das Einfrieren von Suppengrün Petersilie, Sellerielaub und -knollen, Lauch, Möhren, Karotten und Kräuter werden sorgfältig gereinigt und gewaschen. Die geschnittenen Wurzeln und Knollen werden 3 Minuten in kochendes Wasser gelegt, während Petersilie und Kräuter roh dazu kommen. Dann wird alles sorgfältig gemischt, in Portionen aufgeteilt und in Beutel gefüllt.
Gaertner Poetschkes Tipp: Als Wurzelpetersilie empfehle ich dir die Sorte „Halblange“, verbesserte Berliner, als Schnittpetersilie die „Mooskrause 2/Smaragd“, es sind die geeignetsten Sorten.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich Petersilie über den Winter frisch halten?
Für frische Petersilie im Winter gibt es mehrere Möglichkeiten: Starke Wurzeln in Töpfe pflanzen und ans Küchenfenster stellen, oder im August das Beet abschneiden und mit einem Bretterkasten und Fenstern abdecken. So kann das Beet bis in den Winter hinein vollständig abgeerntet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Wurzelpetersilie und Schnittpetersilie?
Wurzelpetersilie wird wegen ihrer Wurzeln angebaut, die im Herbst in Sand eingeschlagen werden. Als Sorte empfiehlt sich 'Halblange verbesserte Berliner'. Schnittpetersilie wird wegen ihres aromatischen Krauts geerntet, die Sorte 'Mooskrause 2/Smaragd' ist besonders geeignet.