Narzisse pflanzen: Zwiebeln richtig setzen und pflegen

Narzisse pflanzen gelingt im Herbst mit wenigen Handgriffen und belohnt im Frühjahr mit einem beeindruckenden Blütenmeer. Die Narzissen (Narcissus) stammen aus den Mittelmeerländern und den Alpen und bieten durch Züchtungen und Kreuzungen ein riesiges Sortiment: Bis zu 10.000 Sorten wurden bereits gezählt, die Farbskala reicht vom reinen Weiß bis zum tiefen Gelborange, die Wuchshöhe von 10 bis 70 cm.

Pflanzung und Standort der Narzissen

Die Narzissenzwiebeln solltest du im Herbst je nach Größe 10 bis 20 cm tief in die Erde pflanzen. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist gleichermaßen geeignet. Narzissen sind vollkommen winterhart und benötigen keinen Winterschutz. Sie gedeihen in jedem gut durchlässigen Gartenboden und sind deutlich robuster als Tulpen. In den einschlägigen Katalogen kannst du dich jeden Herbst über das große Angebot wertvoller Sorten orientieren. Narzissen eignen sich hervorragend zur Naturalisierung im Rasen, unter Gehölzen und auf Rabatten, wo sie sich mit den Jahren selbstständig vermehren.

Pflege und Besonderheiten der Narcissus

Narzissen sind ausgesprochen pflegeleicht und benötigen nach der Pflanzung kaum Aufmerksamkeit. Das Laub sollte nach der Blüte vollständig absterben, bevor es entfernt wird – mindestens sechs Wochen nach der Blüte. Narzissen sind im Gegensatz zu Tulpen nicht anfällig für Zwiebelmüdigkeit und können viele Jahre am gleichen Standort verbleiben. Ein wichtiger Vorteil: Narzissenzwiebeln werden von Wühlmäusen gemieden, da sie giftig sind. Alle Teile der Narzisse sind für Menschen und Tiere giftig – beim Umgang mit den Zwiebeln sollten Handschuhe getragen werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum werden Narzissen von Wühlmäusen nicht gefressen?

Alle Teile der Narzisse sind giftig und werden daher von Wühlmäusen gemieden. Das macht Narzissen zu einer idealen Begleitpflanzung für andere Zwiebeln, die Mäuse schützen soll.

Wie lange muss das Laub der Narzissen nach der Blüte stehen bleiben?

Das Laub sollte mindestens sechs Wochen nach der Blüte stehen bleiben und vollständig absterben. Nur so können die Zwiebeln genug Reservestoffe für die nächste Blüte einlagern.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 273

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