Nährstoffmangel bei Pflanzen zeigt sich oft durch Kümmerwuchs, Verfärbungen oder schlechte Blütenbildung – und wird häufig mit Krankheiten oder Schädlingsbefall verwechselt. Eine gezielte Diagnose ist der erste Schritt zur Lösung.
Symptome von Nährstoffmangel
Nährstoff-Mangelerscheinungen treten sichtbar auf, sind aber nicht immer leicht zu deuten. Typische Anzeichen sind Kümmerwuchs, Blattvergilbungen, schwache Blütenbildung oder allgemein schlechte Vitalität der Pflanze. Da die Symptome verschiedener Mängel sich ähneln können, ist eine genaue Diagnose wichtig, bevor mit dem Düngen begonnen wird.
Bodenprobe als Diagnosewerkzeug
Wenn Pflanzen kümmern und ein Befall mit Krankheiten und Schädlingen nicht sichtbar ist, empfiehlt sich eine Bodenprobe. Sie zeigt, ob wirklich ein oder mehrere Nährstoffe fehlen. Bodenproben können über Gartenämter oder Labore ausgewertet werden und liefern genaue Angaben über pH-Wert und Nährstoffgehalt des Bodens.
Abgase und Umweltbelastungen
Industrie- und andere Abgase können sich sehr schädlich auf die Pflanzenentwicklung auswirken. In belasteten Lagen hilft es, nach robusten, rauchharten Sorten zu suchen, die gegen solche Einflüsse besser gewappnet sind.
Gärtner Poetschkes Tipp: Nehmen Sie bei anhaltend schlechtem Pflanzenwuchs ohne erkennbaren Schädlingsbefall eine Bodenprobe. Erst wenn Sie wissen, welcher Nährstoff fehlt, können Sie gezielt und effektiv düngen.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich Stickstoffmangel bei Gartenpflanzen?
Stickstoffmangel zeigt sich meist durch eine gleichmäßige Vergilbung der älteren, unteren Blätter. Die Pflanze wächst langsam und bildet wenige, kleine Blätter.
Wie führe ich eine Bodenprobe durch?
Entnehmen Sie an mehreren Stellen des Beetes Bodenproben in etwa 20 cm Tiefe, mischen Sie diese und schicken Sie die Mischprobe an ein Bodenlabor oder das zuständige Gartenamt. Das Ergebnis zeigt pH-Wert und Nährstoffgehalt.