Knoblauch anbauen gelingt am besten durch eine Herbstpflanzung im September oder Oktober: Die Ernte erfolgt dann erst im darauffolgenden Sommer, aber der Aufwand lohnt sich. Knoblauch (Allium sativum) stammt aus dem Orient und ist nicht nur ein unverzichtbares Küchengewürz, sondern auch eine überaus gesunde Pflanze mit nachgewiesenen Wirkungen auf Kreislauf und Immunsystem.
Standort, Pflanzung und Mischkultur von Knoblauch
Knoblauch braucht mehr Sonne und Wärme als Zwiebeln und liebt einen leichten, durchlässigen Boden. In schweren, nassen Böden bleiben die Knollen klein oder beginnen sogar zu faulen; solche Böden kann man durch das Einarbeiten von Sand durchlässiger machen. Knoblauch wird nicht ausgesät, sondern durch das Pflanzen einzelner Zehen vermehrt. Zum Pflanzen teilt man die Knoblauchknollen in die einzelnen Zehen und steckt diese in Reihen mit einem Abstand von 20 cm so weit in den Boden, dass ihre Spitzen gerade bedeckt sind. Im Garten ist Knoblauch ein hervorragender Kandidat für die Mischkultur: Er braucht nicht einmal ein eigenes Beet und kann wunderbar zwischen andere Kulturen gepflanzt werden. Gute Partner sind Erdbeeren, Himbeeren, Rote Bete, Fenchel, Tomaten, Gurken und Möhren. Bei diesen Pflanzen wirkt er wie ein Gesundheitspolizist, da er viele Schädlinge und Krankheiten abwehrt. Nicht kombinieren sollte man Knoblauch mit Hülsenfrüchten und Kohl.
Gesundheitswirkung und Ernte von Knoblauch
Knoblauch (Allium sativum) stammt aus dem Orient und gehört wie die Speisezwiebel zur Familie der Liliengewächse. Seine ätherischen Öle – vor allem Alliin – und andere Wirkstoffe haben eine bakterien- und pilzhemmende Wirkung. Auf den Kreislauf wirkt Knoblauch anregend, er macht die Gefäßwände elastischer und das Blut dünnflüssiger – das fördert die Durchblutung vor allem der Beine, der Herzkranzgefäße und des Gehirns. Man sagt Knoblauch auch nach, dass er Verkalkung und Herzinfarkt vorbeugen kann. Knoblauch wird im Frühjahr oder im Herbst gesteckt – eine Herbstpflanzung im September oder Oktober ist empfehlenswert, die Ernte erfolgt dann erst im darauffolgenden Sommer. Im Frühjahr kann man Knoblauch ab April pflanzen. Knoblauch ist ein Mittelzehrer und wird nicht auf frisch gedüngten Böden angebaut; gute Vorgänger im Beet sind Tomaten und Hülsenfrüchte.
Gaertner Poetschkes Tipp: Pflanzen Sie Knoblauch zwischen Erdbeeren, Tomaten oder Gurken – er wirkt wie ein natürlicher Gesundheitspolizist und hält viele Schädlinge und Krankheiten von diesen Kulturen fern.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt, Knoblauch zu pflanzen?
Knoblauch kann im Herbst (September oder Oktober) oder im Frühjahr (ab April) gepflanzt werden. Eine Herbstpflanzung ist empfehlenswert, da die Pflanzen dann im Frühjahr frühzeitig austreiben und im Sommer eine reiche Ernte liefern.
Wie lagert man Knoblauch nach der Ernte richtig?
Geernteter Knoblauch wird an einem trockenen, luftigen Ort getrocknet und dann an einem kühlen, dunklen Ort gelagert. In Zöpfen geflochten oder in Netzen aufgehängt, hält er sich mehrere Monate. Wichtig ist, dass er nicht zu feucht gelagert wird, da er sonst schimmelt.