Humuszufuhr ist der Schlüssel zu einem fruchtbaren Gartenboden: Die Güte eines Bodens ist überwiegend von seinem Humusgehalt abhängig. Durch regelmäßige Zufuhr von Kompost, Stalldung oder Rindenhumus lassen sich Gartenböden wesentlich verbessern. Torf sollte aus Umweltgründen so sparsam wie möglich eingesetzt werden.
Kompost und Stalldung als wichtigste Humusquellen
Die Güte eines Bodens ist überwiegend von seinem Humusgehalt abhängig. Durch eine regelmäßige Humuszufuhr können Gartenböden wesentlich verbessert werden. Dazu eignen sich vor allem Stalldung, Kompost, Gründüngung und Rindenhumus. Stalldung liefert neben Humus auch wichtige Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig. Kompost ist die einfachste und umweltfreundlichste Methode der Humuszufuhr: Gartenabfälle werden kompostiert und als wertvoller Bodenverbesserer zurückgeführt. Rindenhumus lockert schwere Böden und verbessert die Wasserführung. Alle diese organischen Materialien können zu jeder Zeit in den Boden eingebracht werden – flach eingegraben oder über das gegrabene Beet ausgestreut und eingeharkt.
Torf: Eigenschaften und Umweltaspekte
Torf ist zwar durch seine vielfältige Verwendbarkeit immer noch ein wertvoller Humusrohstoff, sollte aber mit Rücksicht auf unsere Umwelt so sparsam wie möglich eingesetzt werden. Im Gartenbau kommt der aus Hochmooren gewonnene Torf zur Verwendung, welchen man zu Ballen gepresst bekommen kann. Er enthält keine Nährstoffe, erhöht jedoch die wasserhaltende Kraft in leichten Böden ganz außerordentlich und wirkt in schweren, bindigen Böden lockernd. Gern streut man Torfmull auch zwischen den Reihen der Pflanzen aus, um dem Boden die Feuchtigkeit länger zu erhalten und das Unkraut im Keim zu ersticken. Man sollte ihn jedoch niemals trocken verarbeiten – die gepressten Ballen müssen vor Gebrauch zerkleinert und angefeuchtet werden.
Gründüngung als natürliche Bodenverbesserung
Gründüngung ist eine besonders nachhaltige Methode der Humuszufuhr: Schnellwachsende Pflanzen wie Phacelia, Senf oder Lupinen werden auf freien Beeten ausgesät und vor der Blüte eingearbeitet. Sie lockern den Boden mit ihren Wurzeln, unterdrücken Unkraut und liefern beim Einarbeiten frische organische Masse. Hülsenfrüchte wie Lupinen binden zusätzlich Stickstoff aus der Luft und reichern den Boden damit an. Gründüngung eignet sich besonders für Beete, die im Sommer oder Herbst leer stehen. Sie schützt den Boden vor Austrocknung und Erosion und verbessert die Bodenstruktur langfristig.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollte Torf im Garten möglichst vermieden werden?
Torf wird aus Hochmooren gewonnen, die wichtige Ökosysteme und CO₂-Speicher sind. Kompost, Rindenhumus und Stalldung sind umweltfreundliche Alternativen mit ähnlicher Wirkung.
Wie und wann bringt man Kompost am besten in den Gartenboden ein?
Kompost kann zu jeder Zeit eingebracht werden – am besten im Herbst oder Frühjahr flach eingegraben oder über das Beet ausgestreut und eingeharkt, etwa 3–5 cm dick.