Gartenwege selbst anlegen

Wege, Sitzplätze und Terrassen verbinden nicht nur optisch die verschiedenen Gartenbereiche – sie müssen vor allem funktional und dauerhaft sein. Damit dein Gartenweg jahrelang hält und sicher begehbar bleibt, kommt es auf die richtige Planung, den soliden Unterbau und die fachgerechte Ausführung an. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du Gartenwege selbst anlegst.

Überblick

Sowohl der Verlauf der Wege und die Ausrichtung der Sitzplätze als auch die Konstruktion müssen stimmen, damit sie praktisch und sicher sind und eine möglichst lange Lebensdauer haben. Deshalb geben wir dir nun einige Hinweise für den Eigenbau von Wegen, befestigten Sitzplätzen und Terrassen. Eine sorgfältige Planung zahlt sich aus: Du vermeidest spätere Nachbesserungen und schaffst eine stabile Grundlage für viele Jahre.

Abstecken der Grenzen

Zuerst steckst du die Grenzen des geplanten Weges mit Pfählen ab. So legst du die Breite und Linienführung fest. Von Pfahl zu Pfahl spannst du nun längs des Wegverlaufes eine Schnur, um die Wegkanten zu markieren. Entlang dieser Schnur stichst du die Kanten mit dem Spaten ab, stets mit etwas Neigung nach innen. Dann hebst du das Erdreich dazwischen aus. Im Nutzgarten kann die Erde verteilt werden, im Ziergarten, wo meist schon Beete angelegt sind, ist es besser, das ausgehobene Erdreich abzutransportieren. Du kannst es lagern und später eventuell zum Modellieren des Geländes verwenden. Abgestochene Rasensoden dienen zum Flicken von Fehlstellen im Zierrasen oder wandern auf den Kompost.

Vorbereitung des Wegbettes

Die Mitte des so ausgehobenen Wegbettes bleibt etwas erhöht und gewölbt, denn sie wird später am meisten belastet. Außerdem fließt das Regenwasser bei einer Neigung von etwa zwei Prozent gut zur Seite ab. Der Muldengrund sollte etwa 15 bis 18 cm tiefer als die spätere Wegoberfläche liegen. Stampfe ihn gut fest, bevor du die Unterbau- und Deckschichten aufbringst. Ein gut verdichteter Untergrund verhindert späteres Absacken und sorgt für die nötige Stabilität des gesamten Weges.

Unterbau und Deckschicht

Hast du den Untergrund gut festgestampft, kommt darauf die Unterbauschicht. Sie kann aus kleinkörnigem Schotter, Schlacke oder Ziegelsteinschotter bestehen, für einen einfachen Gartenweg reichen auch Kiessande. Die Unterbauschicht wird 12 bis 15 cm dick aufgebracht und fest gestampft. Beachte dabei das Wegeprofil, also die Wölbung in der Wegmitte. Auf die Unterbauschicht bringst du schließlich eine 1 bis 3 cm dicke Bindeschicht als Wegdecke auf, die aus feinem Sand, Splitt oder Kies besteht. Diese Deckschicht wird abschließend nochmals verdichtet und glatt abgezogen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Achte darauf, dass die Wegoberfläche immer leicht gewölbt bleibt – so kann Regenwasser seitlich abfließen und es bilden sich keine Pfützen. Bei längeren Wegen empfiehlt sich zudem eine seitliche Randbefestigung aus Steinen oder Rasenkanten, damit die Wegdecke nicht auseinanderdriftet.

Häufig gestellte Fragen

Wie lege ich einen Gartenweg am besten an?

Stecke zuerst die Wegführung mit Pfählen und Schnur ab, hebe das Erdreich etwa 15 bis 18 cm tief aus, verdichte den Untergrund und bringe eine 12 bis 15 cm dicke Unterbauschicht sowie eine 1 bis 3 cm dicke Deckschicht aus Sand, Splitt oder Kies auf.

Welche Vorteile bietet ein solider Unterbau?

Ein fachgerecht angelegter Unterbau sorgt für Stabilität, verhindert Absacken und verlängert die Lebensdauer des Weges erheblich. Zudem ermöglicht er einen guten Wasserabfluss und macht den Weg sicher begehbar.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 51

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