Warum überhaupt düngen, wenn in der Natur auch niemand mit der Gießkanne herumläuft? Der entscheidende Unterschied: In der Natur wird nicht geerntet. Pflanzen wachsen, sterben ab und geben beim Verrotten alle Nährstoffe an den Boden zurück. In deinem Garten hingegen erntest du Früchte und Gemüse, schneidest Rasen, jätest Unkraut und entfernst Laub – und entziehst dem Boden damit dauerhaft Nährstoffe. Mit Kompost kannst du diesen natürlichen Kreislauf wieder schließen.
Wissenswertes im Überblick
Viele Gartenfreunde fragen sich, ob Düngen wirklich nötig ist oder ob man darauf verzichten kann. Schließlich gedeihen Wildkräuter in der Natur auch ohne menschliches Zutun. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass in der Natur nicht geerntet wird. Die Pflanzen wachsen, vermehren sich und sterben schließlich ab. Mit dem Absterben und Verrotten geben sie dem Boden die in ihrer Wachstumsphase entnommenen Nährstoffe wieder zurück. Ganz anders in deinem Garten: Du erntest Früchte, Gemüse und Blumen, schneidest Rasen, jätest Unkraut und fegst am Ende auch noch die Blätter und Pflanzenreste von den Beeten. Die entnommenen Nährstoffe musst du also auf anderem Wege wieder zuführen, wenn der Gartenboden nicht völlig ausgelaugt werden soll. Den Kreislauf der Natur kannst du im eigenen Garten über Kompostgaben und Mulchen wieder schließen, denn so gelangen die Nährstoffe zurück in den Boden. Kurz gesagt: Düngen bedeutet nichts anderes, als dem Boden die Nährstoffe zurückzugeben, die auf ihm gewachsene und geerntete Pflanzen entnommen haben. Mit Kompost schaffst du eine nachhaltige Nährstoffversorgung, die deinen Boden langfristig fruchtbar hält und gleichzeitig die Bodenstruktur verbessert.
Gärtner Poetschkes Tipp: Verteile reifen Kompost im Frühjahr oder Herbst etwa 3 bis 5 Zentimeter dick auf deinen Beeten und arbeite ihn leicht ein. So versorgst du deine Pflanzen optimal mit Nährstoffen und förderst gleichzeitig das Bodenleben.
Häufig gestellte Fragen
Warum muss ich im Garten überhaupt düngen?
Im Garten erntest du ständig Früchte, Gemüse und Blumen und entfernst Pflanzenreste. Dadurch entziehst du dem Boden Nährstoffe, die du durch Düngen – am besten mit Kompost – wieder zurückgeben musst, damit der Boden fruchtbar bleibt.
Wie viel Kompost sollte ich pro Quadratmeter ausbringen?
Für die meisten Gartenpflanzen reichen 3 bis 5 Liter reifer Kompost pro Quadratmeter und Jahr. Bei Starkzehrern wie Tomaten oder Kohl kannst du die Menge auf bis zu 8 Liter erhöhen.