Kompost verwenden: Wann und wie im Garten

Reife Komposterde bringt Nährstoffe und Humus in den Garten zurück. Sie wird nicht untergegraben, sondern auf die zu bepflanzenden Beete von oben aufgestreut, leicht eingeharkt oder mit dem Sauzahn vorsichtig eingearbeitet. Unter Büschen und Bäumen kannst du sie ebenfalls dünn ausstreuen und dann vorsichtig etwas einhacken.

Wissenswertes im Überblick

Reife Komposterde bringt Nährstoffe und Humus in den Garten zurück. Sie wird nicht untergegraben, sondern auf die zu bepflanzenden Beete von oben aufgestreut, leicht eingeharkt oder mit dem Sauzahn vorsichtig eingearbeitet. Unter Büschen und Bäumen kannst du sie ebenfalls dünn ausstreuen und dann vorsichtig etwas einhacken. So kommt die wertvolle Substanz den Pflanzenwurzeln direkt zugute. Wurmhumus Regenwürmer sind unverzichtbare Helfer im Garten. Sie lockern den Boden, zerkleinern Pflanzenreste, lüften den Boden und tragen mit ihren Ausscheidungen zu einer guten Krümelstruktur desselben bei. Jeder Gartenbesitzer kann sich diese nützlichen Tiere dienstbar machen, viel Platz beansprucht ein Wurmkomposter nicht. Er ist auch über meinen Gartenkatalog erhältlich. 103 Ein Platz für Kompost im Garten Laub kann man über den Hausmüll entsorgen, besser ist aber das Aufsetzen von Laubkompost. Reifer Kompost wird als dünne Schicht auf Beete aufgebracht und vorsichtig in den Boden eingearbeitet. Über meinen Katalog kannst du eigens für die Kompostbereitung gezüchtete Würmer bestellen, die mit ihrem wissenschaftlichen Namen Eisenia foetida heißen. Sie sind viel gefräßiger als gewöhnliche Regenwürmer und nicht so wählerisch wie die in unseren Gärten häufig anzutreffenden Regenwürmer. Die nützlichen Helfer fressen sogar Papier und Pappe. Außerdem vermehren sie sich besonders schnell. Zur Wurmhumusproduktion gibst du die Würmer in die eine Kammer eines Wurmkomposters, die mit frischen Abfällen gefüllt ist. Sie vermehren sich dort sehr rasch und setzen entsprechend schnell die Abfälle in Wurmhumus um. Ist der Wurmhumus in der einen Kammer fertig, wird ein Durchgang geöffnet, damit die Regenwürmer in die zweite Kammer wechseln können, die mit frischen Abfällen gefüllt ist. Die Regenwürmer wandern aus dem fertigen Wurmhumus ab in die frischen Abfälle und vermehren sich darin schnellstens weiter. So hat man laufend frischen Wurmhumus von höchster Qualität zur Verfügung. Diesen wertvollen Humusdünger verwendest du wie Kompost – dünn auf die Beete gestreut oder zwischen Stauden- und Rosenrabatten, unter Ziergehölzen und Obstbäumen ausgebracht. Natürlich wird auch dieser Wurmhumus nur flach eingearbeitet. Ich verwende den Wurmhumus übrigens auch als Blumentopferde zum Umtopfen von Zimmerpflanzen oder als Saaterde und zum Pikieren. Die bewährten Gartenhelfer kannst du übrigens auch in meinem Katalog finden. Ich liefere dir dann die Würmer in einem Eimer mit Spezialerde und genauer Beschreibung. 104 Kompost und Düngung Laubkompost Der nächste Herbst kommt bestimmt und damit die Frage: Wohin mit dem ganzen Laub? Eine sinnvolle Verwendung des Herbstlaubs besteht darin, einen Laubkompost aufzusetzen. Das Verfahren ist höchst einfach: Die Blätter werden eingesammelt und leicht angetrocknet. Dann zerkleinert man diese mit einem Häcksler. Eine Alternative ist, die Blätter auf dem Rasen auszubreiten und dann mit dem Mäher darüberzufahren. Das so zerkleinerte Laub wird folgendermaßen in einen Kompostbehälter geschichtet: etwa 30 cm Laubschicht, darauf eine Handvoll Steinmehl, dann eine Schicht Erde, etwas Mist oder Hornmehl, wieder eine Schicht Laub usw. Ich gebe auch immer noch etwas Grasschnitt zu. Spätestens im Frühjahr wird der Laubkompost umgesetzt, und bereits wenige Monate später steht eine herrliche Erde zur Verfügung. Außer den Blättern von Eichen und Walnussbäumen ist jedes Laub geeignet.

Gärtner Poetschkes Tipp: Außer den Blättern von Eichen und Walnussbäumen ist jedes Laub geeignet.

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter Verwendung von Kompost im Garten?

Reife Komposterde bringt Nährstoffe und Humus in den Garten zurück.

Wie wird Kompost richtig eingesetzt?

Er wird nicht untergegraben, sondern auf die zu bepflanzenden Beete von oben aufgestreut, leicht eingeharkt oder mit dem Sauzahn vorsichtig eingearbeitet.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 102

Verwandte Artikel