Reine Kalkböden entstehen durch Verwitterung von Kalkgestein, wie es typisch für Juragebirge ist, und enthalten mehr als 50% Kalk. Diese unreifen Böden gelten als hitzig – trocken, nährstoffarm und für den Gartenbau kaum geeignet. Mergelböden hingegen, mit einem Kalkgehalt unter 50% und höheren Anteilen an Sand, Lehm oder Ton, lassen sich durch gezielte Bodenverbesserung in fruchtbare Gartenböden verwandeln.
Wissenswertes im Überblick
Kalkböden sind Verwitterungsprodukte von Kalkgestein, das zum Beispiel typisch für Juragebirge ist. Reine Kalkböden bestehen zu mehr als 50% aus Kalk. Es sind unreife Böden, die sich für den Anbau von Gartenpflanzen noch nicht eignen. Solche Böden werden als hitzig bezeichnet, denn sie sind trocken und arm an Nährstoffen. Kalkböden sind nur schwer zu verbessern, auch reichliche Humus- und Kompostgaben helfen da wenig. Sie kommen bei uns aber sehr selten vor, wenn überhaupt, dann nur in unmittelbarer Nähe von Kalkgesteinen. Kalk ist wasserlöslich und wird aus normalen Gartenböden leicht ausgeschwemmt. Der Kalkgehalt von Mergelböden liegt unter 50%, dafür weisen sie größere Anteile an Sand, Lehm oder Ton auf. Wenn Mergelböden mit einem hohen Sandanteil mit reichlich Humus versetzt werden, entstehen mit die besten Gartenböden. Dagegen sind stark tonhaltige Mergelböden nur durch reichliche Humus- und Sandgaben zu verbessern. Lehmhaltige Mergelböden müssen mit Sand und Humus aufgewertet werden, um ihre Struktur zu optimieren und die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Gärtner Poetschkes Tipp: Bei sandigen Mergelböden arbeite im Frühjahr großzügig reifen Kompost ein – so schaffst du die Grundlage für einen fruchtbaren, langlebigen Gartenboden, der Wasser und Nährstoffe optimal speichert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kalk- und Mergelböden?
Reine Kalkböden enthalten mehr als 50% Kalk und sind trocken sowie nährstoffarm. Mergelböden haben weniger als 50% Kalk und zusätzlich Sand, Lehm oder Ton, wodurch sie sich deutlich besser für den Gartenbau eignen und leichter verbessern lassen.
Wie verbessere ich Mergelböden am besten?
Sandige Mergelböden verbesserst du mit reichlich Humus und Kompost. Tonhaltige Mergelböden benötigen zusätzlich Sand, um die Struktur aufzulockern. Lehmhaltige Mergelböden profitieren von einer Kombination aus Sand und Humus für bessere Durchlässigkeit.