Ein gut gepflegter Komposthaufen ist das Herzstück eines nachhaltigen Gartens. Durch regelmäßiges Umsetzen im Sommer und Herbst verwandelst du Gartenabfälle in wertvollen Humus, der deinen Boden verbessert und Pflanzen mit Nährstoffen versorgt. Mit den richtigen Zusätzen wie Kalkdünger oder organischen Materialien beschleunigst du die Rotte und erhältst schneller hochwertige Komposterde für deine Beete.
Wissenswertes im Überblick
Die Gartenabfälle zersetzen sich in einer Kompostmiete wesentlich schneller, wenn diese im Sommer und Herbst mehrmals umgesetzt wird. Zur Verbesserung der Qualität der Komposterde kann zusätzlich Kalkdünger zugegeben werden, was die Rotte ebenfalls beschleunigt. Als grober Richtwert gilt ca. 1 kg pro m³. Algenkalk eignet sich dafür am besten. Die Qualität des Komposts wird auch verbessert, indem du organische Düngemittel wie Guano, Hornspäne oder Gesteinsmehle einstreust. Auch Stalldung macht die Komposterde wertvoller. Dies gilt vor allem für scharfen Stallmist wie Geflügeldung. Kompoststarter: Als „Kompoststarter“ bezeichnet man alles, was den Verrottungsprozess in Gang zu bringen vermag. Sie sind also vergleichbar mit Anfeuerhilfen, die das Entzünden des Kohlefeuers erleichtern. Natürliche Starthilfen sind Substanzen, die für die zersetzenden Bakterien besonders leicht verdaulich sind. Sie liefern gleichzeitig die notwendige Energie, um zu den gröberen Bestandteilen übergehen zu können. In der Regel sind die natürlichen Kompoststarter fein strukturiert und reich an Stickstoff. Zu ihnen gehören beispielsweise in Maßen Rasenschnitt, Beinwellblätter, Hühnermist und Brennnesseln. Bewährt haben sich ebenfalls Beigaben von kohlensaurem Kalk, Algenkalk und Ton- oder Gesteinsmehl. Biologische Schnellkompostmittel: Je nach Zusammensetzung der organischen Masse, die auf den Kompost kommt, dauert es in der Regel etwa ein bis zwei Jahre, bis der Kompost reif ist und auf Beeten, Rabatten oder unter Bäumen und Sträuchern ausgestreut werden kann. Es gibt im Handel aber auch vorzügliche biologische Mittel auf der Basis von Tonmineralien und Nährstoffen, Kräutern oder Bakterien, die das Bodenleben und die Mikroorganismen fördern und die Rotte beschleunigen. Das ist besonders für kleine Gärten sinnvoll, da der Kompostplatz dann kleiner gehalten werden kann. Die Reifezeit hängt auch ab von der Temperatur, dem Materialmix und wie oft der Haufen umgeschichtet wurde. Zerkleinern, Häckseln sowie wiederholtes Umsetzen im Sommer und Herbst beschleunigen den Zersetzungsprozess. Sobald die ursprünglichen Bestandteile nicht mehr erkennbar sind und der Kompost sich dunkel verfärbt, ist er gebrauchsfertig. Sollte er noch faserig und klumpig sein, lässt du ihn noch etwas ruhen.
Gärtner Poetschkes Tipp: Stallmistkompost oder Rinderdung verbessert den Gartenboden besonders gut, liefert überdurchschnittliche Nährstoffmengen und macht so eine zusätzliche Düngung häufig überflüssig.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte der Komposthaufen umgesetzt werden?
Im Sommer und Herbst solltest du den Komposthaufen mehrmals umsetzen, um die Zersetzung zu beschleunigen. Durch das Umschichten wird der Verrottungsprozess gefördert und du erhältst schneller gebrauchsfertigen Kompost.
Welche Zusätze verbessern die Qualität des Komposts?
Kalkdünger wie Algenkalk (ca. 1 kg pro m³), organische Düngemittel wie Guano, Hornspäne oder Gesteinsmehle sowie Stalldung verbessern die Kompostqualität erheblich und beschleunigen gleichzeitig die Rotte.