Erdraupen gehören zu den gefräßigsten Nachtschädlingen im Garten. Die Larven verschiedener Erdeulenfalter fressen nur nachts an Pflanzenstengeln und können in kurzer Zeit ganze Beete vernichten. Tagsüber verstecken sie sich zusammengerollt in der obersten Bodenschicht – direkt neben ihren Opfern.
Erdraupen erkennen und finden
Erdraupen sind bis zu 5 cm lang, dick, walzenförmig und grauerdfarben. Sie sind sehr gefräßig und können in kurzer Zeit mehrere Pflanzen vernichten. Du findest sie tagsüber zusammengerollt in der obersten Bodenschicht in der Nähe der geschädigten Pflanzen. Dort ruhen sie, denn sie fressen nur nachts und an trüben Tagen, an denen sie gelegentlich aus der Erde kommen und an den unteren Blättern der Pflanzen fressen. Die Raupen erscheinen im Spätsommer, weil die nachtaktiven Falter erst im Frühjahr und Sommer fliegen.
Erdraupen bekämpfen und vorbeugen
Die Weibchen legen die Eier an den unteren Blättern der Pflanzen ab. Dort bleiben die jungen dunkelgrauen Räupchen die ersten Wochen nach ihrem Schlüpfen, später gehen sie tagsüber in die obere Bodenschicht. Beim Umgraben des Bodens kannst du Erdraupen aufsammeln und vernichten. Vögel wie Stare und Amseln fressen Erdraupen gerne. Wenn du den Boden regelmäßig lockerst und Vögel in den Garten lockst, hast du natürliche Helfer im Kampf gegen diese Schädlinge.
Gaertner Poetschkes Tipp: Kontrolliere nachts mit einer Taschenlampe deine Beete – so findest du Erdraupen beim Fressen und kannst sie direkt absammeln.
Häufig gestellte Fragen
Wann treten Erdraupen im Garten auf?
Erdraupen erscheinen im Spätsommer und Herbst. Die nachtaktiven Falter fliegen im Frühjahr und Sommer und legen ihre Eier an Pflanzen ab.
Wie bekämpfe ich Erdraupen ohne Chemie?
Regelmäßiges Umgraben und Absammeln der Larven hilft. Vögel wie Stare und Amseln sind natürliche Fressfeinde und reduzieren den Befall wirksam.