Brokkoli anbauen lohnt sich: Obwohl Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) in Deutschland erst relativ spät bekannt wurde, ist er heute aus der modernen Küche nicht mehr wegzudenken. Er ist sehr gesund, kann roh oder gegart genossen werden und liefert nach der Ernte des Hauptsprosses noch zahlreiche Seitentriebe für eine Folgeernte.
Standort, Aussaat und Pflanzung von Brokkoli
Die Standort- und Bodenansprüche von Brokkoli ähneln denen des Blumenkohls: sonniger Standort, tiefgründiger, humoser, nährstoffreicher Boden, der ausreichend feucht, aber nicht staunass sein sollte. Die Aussaat erfolgt ab Ende Februar unter Glas und ab April in ein Saat- oder Frühbeet. Folgesaaten bis Mitte Juni sind sinnvoll, damit nicht alle Pflanzen gleichzeitig erntereif werden. Gepflanzt wird in Reihen mit einem Abstand von 40 cm, der Abstand innerhalb der Reihe beträgt ebenfalls 40 cm. Gute Pflanzpartner sind Borretsch, Sellerie, Salate, Tomaten, Kartoffeln, Erbsen, Porree und Spinat. Nicht empfehlenswert sind andere Kreuzblütler als Pflanznachbarn sowie Zwiebeln in unmittelbarer Nähe. Brokkoli ist ein früherer Vorläufer des Blumenkohls und stammt ursprünglich aus Kleinasien. In Italien kannte und schätzte man dieses feine Kohlgemüse bereits im Mittelalter.
Ernte und Nährwert von Brokkoli
Die Kulturdauer bis zur Ernte beträgt etwa zwölf bis sechzehn Wochen. Man schneidet die Sprosse mit einem scharfen Messer, wenn sie etwa 15 bis 20 cm lang sind und bevor sich die Knospen öffnen. Als erstes wird der mittig sitzende Hauptspross geerntet, die Pflanze selbst bleibt in der Erde, denn es bilden sich nach kurzer Zeit Seitenknospen, die man ebenfalls ernten kann. Sie sind zwar kleiner als der Hauptspross, aber genauso köstlich. Brokkoli ist sehr gesund: Neben den Mineralstoffen Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink enthält er reichlich Vitamin C und auch die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie Provitamin A. Brokkoli kann roh oder gegart genossen werden und eignet sich für fast alle Gerichte, für die auch Blumenkohl verwendet wird. Brokkoli schmeckt auch in etwas Öl gebraten hervorragend, dabei kommt sein leicht nussiges Aroma voll zur Geltung. Geerntete Sprosse halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage und sollten möglichst frisch verwendet werden.
Gärtner Pötschkes Tipp: Lassen Sie die Pflanze nach der Ernte des Hauptsprosses im Boden – sie bildet zahlreiche Seitentriebe nach, die zwar kleiner sind, aber genauso köstlich schmecken und die Erntezeit erheblich verlängern.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkennt man den richtigen Erntezeitpunkt bei Brokkoli?
Brokkoli wird geerntet, wenn die Sprosse etwa 15 bis 20 cm lang sind und die Knospen noch fest geschlossen sind. Öffnen sich die Knospen und werden gelb, ist der Brokkoli überreif. Regelmäßiges Kontrollieren der Pflanzen ist wichtig, da Brokkoli schnell schießt.
Kann man Brokkoli einfrieren?
Ja, Brokkoli lässt sich hervorragend einfrieren. Dazu wird er in Röschen geteilt, kurz blanchiert, abgekühlt und portionsweise eingefroren. In der Tiefkühltruhe hält er sich bis zu einem Jahr und behält dabei weitgehend seinen Nährwert.