Bodenpflege im Garten beginnt mit dem richtigen Graben: Im Herbst wird tief und in grober Scholle gegraben, damit Frost und Feuchtigkeit tief eindringen können. Im Frühjahr genügt dann ein Grubber oder eine Bodenfräse, um die Oberfläche feinkrümelig zu gestalten. Durch intensive Bodenbearbeitung, Humuszufuhr und Düngung lassen sich alle Bodenarten verbessern.
Herbstgraben: Warum grobe Schollen besser sind
Es sind zwei Hauptgrabezeiten zu unterscheiden: die wichtigste vor Eintritt des Winters und die andere vor der Bestellung im Frühjahr. Falsch ist es, beim Graben im Herbst die grobe Scholle mit dem Spaten zu zerkleinern. Durch das Graben in recht grober und tiefer Scholle soll erreicht werden, dass die Feuchtigkeit und der Frost des Winters tief in den Boden eindringen können. Je tiefer, desto besser – denn gerade der Frost hat für den Boden eine ganz besondere befruchtende Wirkung. Durch ihn werden die feinsten Bodenteilchen zersprengt und die mineralischen Nährstoffe, die von Natur aus in der Erde enthalten sind, immer wieder neu gelöst und freigemacht, sodass die Pflanze diese im folgenden Jahr aufnehmen kann. Das ist die alljährlich sich wiederholende Urkraft der Scholle.
Frühjahrsbearbeitung: Grubber und Bodenfräse richtig einsetzen
Im Frühjahr sind die Schollen so zerfroren, dass sie von selbst zerfallen, und die Erde ist feinkrümelig, wie sie Menschenhand nicht besser zurichten könnte. Die Natur hat die Erde in den Zustand gesetzt, wie ihn die Pflanze für die nächste Wachstumszeit braucht. Es bedarf nur noch einer kleinen Nachhilfe durch Menschenhand. Richtig ist es, wenn man im Frühjahr den Grubber oder eine Bodenfräse nimmt und den Boden ungefähr 10 bis 15 cm tief durchzieht und dadurch die verkrustete Oberfläche feinkrümelig gestaltet. Der Boden behält so seine Winterfeuchtigkeit länger, bleibt feinkrümelig und ermöglicht den Wurzeln ein leichtes und gleichmäßiges Eindringen in die Tiefe.
Gutes Werkzeug für die Bodenbearbeitung
Beim Graben im Herbst sollte man möglichst mit einem neuen und nicht mit einem alten, abgenutzten, kurzen Spaten tief graben. Bei der Anschaffung eines Spatens kaufen Sie lieber einen guten Gärtnerspaten, bei dem der Stiel handlich ist und nicht so leicht abbrechen kann. Wird er nach jedem Gebrauch gereinigt, ergibt sich bald ein blankes Blatt, das sich leicht in den Boden stoßen lässt, sodass auch keine Scholle zerschlagen wird. Die Grabegabel ist ein weiteres wichtiges Instrument: Sie sticht sich leichter in die Erde als ein Spaten und ist zum Ausgraben von Wurzelgemüse ideal. Beim Graben im Sommer lassen sich Erdklumpen besser zerschlagen und Unkrautwurzeln leichter ausschütteln, ohne sie zu zerstechen.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollte man beim Herbstgraben die Schollen nicht zerkleinern?
Grobe Schollen lassen Frost und Feuchtigkeit tief in den Boden eindringen. Der Frost zersprengt die Bodenteilchen und setzt mineralische Nährstoffe frei – das ist die natürliche Bodenpflege.
Wie tief sollte man den Boden im Frühjahr mit dem Grubber bearbeiten?
Im Frühjahr reicht es, den Boden mit dem Grubber oder einer Bodenfräse etwa 10 bis 15 cm tief zu durchziehen, um die verkrustete Oberfläche feinkrümelig zu gestalten.