Gießen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Gartenpflege – und wird dabei oft unterschätzt. Denn es reicht nicht, einfach Wasser zu verteilen: Nur wer den richtigen Zeitpunkt wählt, die passende Menge gibt und die geeignete Methode kennt, sorgt für kräftige, gesunde Pflanzen.
Wann und wie viel gießen?
Du solltest deine Pflanzen gießen, bevor sie sichtbar welken – dann ist es oft schon zu spät. Der Wasserbedarf hängt von der Pflanzenart, dem Standort, der Bodenart und der Witterung ab. Lieber seltener, dafür gründlich gießen – das fördert tiefes Wurzelwachstum und macht deine Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Oberflächliches Gießen hingegen führt zu flachen Wurzeln, die bei Hitze schnell leiden.
Morgens oder abends gießen?
Die beste Zeit zum Gießen sind die frühen Morgenstunden oder der Abend. Mittags gegossenes Wasser verdunstet schnell und kann auf Blättern Verbrennungen verursachen, wenn Tropfen wie Brenngläser wirken. Abends gießen birgt das Risiko von Pilzkrankheiten, wenn das Laub über Nacht feucht bleibt – deshalb solltest du dann möglichst bodennah wässern und die Blätter trocken halten.
Gaertner Poetschkes Tipp: Stecke einen Finger in die Erde – erst wenn die oberen 2–3 cm trocken sind, ist es Zeit zum Gießen. Zu häufiges Gießen schadet den Wurzeln mehr als gelegentliche Trockenheit.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ich meinen Garten gießen?
Das hängt von Pflanzenart, Boden und Witterung ab. Als Faustregel gilt: Lieber seltener und dafür gründlich gießen, als täglich kleine Mengen. Im Sommer kann tägliches Gießen nötig sein.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen?
Morgens ist ideal – das Wasser kann in den Boden einziehen, bevor die Mittagshitze es verdunstet. Abends gießen ist möglich, aber das Laub sollte dabei trocken bleiben.