Astern anbauen verbindet Gartenfreunde mit einer langen Geschichte – im Jahr 1732 brachte der Jesuitenmissionar d’Incarville die ersten Chinasterne nach Europa. Heute gibt es ungezählte Sorten von Callistephus chinensis in allen Farben und Formen, die als Zierde des Gartens und als dankbare Schnittblumen für Zimmer und Heim geschätzt werden.
Aussaat und Anzucht von Astern
Die Aussaat der Astern erfolgt ab März in einem Frühbeet oder auf der Fensterbank bei Temperaturen um 18 bis 20 °C. Die Samen keimen nach etwa 10 bis 14 Tagen. Sobald die Jungpflanzen kräftig genug sind, werden sie pikiert und nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Der Pflanzabstand richtet sich nach der Sorte: Zwergastern werden mit 15 cm Abstand gepflanzt, hohe Sorten mit 25 cm. Eine Direktaussaat ins Freiland ist ab April möglich, ergibt aber eine spätere Blüte. Astern sind empfindlich gegenüber Spätfrösten und sollten erst nach den Eisheiligen ins Freiland. Für eine gestaffelte Blüte empfiehlt sich eine Aussaat in mehreren Abständen von zwei bis drei Wochen.
Standort, Pflege und Krankheitsvorbeugung
Astern bevorzugen einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden. Staunässe verträgt keine Asternsorte gut. Die Hauptkrankheit der Astern ist die Asternwelke, eine Pilzkrankheit, die durch Bodensporen übertragen wird. Vorbeugend hilft ein Standortwechsel alle drei bis vier Jahre, da die Sporen im Boden verbleiben. Befallene Pflanzen werden sofort entfernt und nicht kompostiert. Regelmäßiges Gießen ohne Benetzung der Blätter und ein luftiger Standort beugen Pilzkrankheiten vor. Astern sind dankbare Schnittblumen, die sich in der Vase lange frisch halten. Für die Vase werden die Stiele schräg angeschnitten und sofort in frisches Wasser gestellt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Asternwelke und wie erkennt man sie?
Die Asternwelke ist eine Pilzkrankheit, bei der die Pflanzen plötzlich welken und absterben, obwohl der Boden feucht ist. Die Stängel verfärben sich braun. Befallene Pflanzen sofort entfernen und nicht kompostieren. Standortwechsel alle drei bis vier Jahre beugt vor.
Welche Asternsorte eignet sich am besten als Schnittblume?
Als Schnittblumen besonders geeignet sind die Herzogin-Aster und die Straußenfeder-Aster mit langen, starken Stielen und großen, dicht gefüllten Blüten. Sie halten sich in der Vase bis zu drei Wochen frisch und sind in vielen Farben erhältlich.