Zimmerpflanzen im Sommer nach draußen stellen

Zimmerpflanzen im Sommer nach draußen zu stellen tut vielen Arten ausgesprochen gut – frische Luft, natürliches Licht und gelegentlicher Regen kräftigen die Pflanzen und fördern gesundes Wachstum. Amarylliszwiebeln, Azaleen, Alpenveilchen und viele andere Zimmerpflanzen genießen den Sommerurlaub im Garten.

Welche Zimmerpflanzen nach draußen dürfen

Viele Zimmerpflanzen kannst du den Sommer über ruhig in den Garten bringen. Amarylliszwiebeln, Azaleen, Alpenveilchen und zahlreiche andere Arten profitieren von der frischen Luft und dem natürlichen Licht. Damit die Töpfe nicht so leicht austrocknen, solltest du sie in die Erde einsenken und allen einen leicht schattigen Platz geben. Direkte Mittagssonne vertragen die meisten Zimmerpflanzen nicht, da ihre Blätter an die gedämpften Lichtverhältnisse im Haus gewöhnt sind. Tropische Pflanzen wie Orchideen und Bromelien sollten nur an sehr geschützten, warmen Standorten nach draußen gestellt werden. Kakteen und Sukkulenten hingegen lieben die volle Sonne im Freien.

Rechtzeitig ins Haus holen und eingewöhnen

Achte darauf, die Pflanzen im Spätsommer zeitig wieder ins Haus zu holen, bevor die ersten kühlen Nächte einsetzen. Dabei ist es wichtig, dass sie erst langsam an die Stubenluft gewöhnt werden. Stelle sie deshalb die ersten Tage viel am offenen Fenster auf, damit der Übergang von der frischen Gartenluft zur trockenen Heizungsluft nicht zu abrupt erfolgt. Kontrolliere die Pflanzen vor dem Einräumen gründlich auf Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben oder Schnecken, die sich im Garten angesiedelt haben könnten. Ein gründliches Abbrausen der Blätter hilft, ungebetene Gäste zu entfernen, bevor sie sich in der Wohnung ausbreiten.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann dürfen Zimmerpflanzen nach draußen gestellt werden?

Die meisten Zimmerpflanzen können ab Mitte Mai nach den Eisheiligen nach draußen gestellt werden, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Empfindliche Arten sollten zunächst an einem geschützten, halbschattigen Platz stehen, bevor sie mehr Licht bekommen.

Warum müssen Zimmerpflanzen langsam an die Stubenluft gewöhnt werden?

Der abrupte Wechsel von der feuchten Gartenluft zur trockenen Heizungsluft im Haus kann die Pflanzen stressen und zu Blattfall führen. Stelle sie deshalb die ersten Tage ans offene Fenster, damit sie sich schrittweise an die veränderten Bedingungen gewöhnen.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 150

Verwandte Artikel