Zimmerpflanzen auf der Fensterbank sind vollständig auf deine Fürsorge angewiesen, denn Regen erreicht sie nicht. Die richtige Bewässerung entscheidet darüber, ob deine grünen Mitbewohner prächtig gedeihen oder kümmern. Dabei kommt es nicht nur auf die Menge an, sondern vor allem auf den richtigen Zeitpunkt und die Art der Wassergabe.
Wie oft gießen?
Beobachte Erdreich und Pflanzen genau und passe die Wassergabe daran an. Im Sommer und bei viel Sonne trocknen Töpfe schneller aus als im Winter. Lieber seltener, dafür gründlich gießen – Staunässe ist für die meisten Zimmerpflanzen schädlicher als kurze Trockenheit. Die Häufigkeit hängt auch von der Pflanzenart ab: Während tropische Gewächse gleichmäßige Feuchtigkeit schätzen, bevorzugen Sukkulenten längere Trockenphasen. Ein guter Richtwert ist die Fingerprobe: Fühlt sich die Erde in den oberen Zentimetern trocken an, ist es Zeit zum Gießen.
Richtig gießen ohne Staunässe
Gieße überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer nach etwa 30 Minuten ab, damit keine Staunässe entsteht. Verwende Töpfe mit Abzugslöchern, damit überflüssiges Wasser ablaufen kann. Nutze Wasser mit Umgebungstemperatur – kaltes Leitungswasser kann die Wurzeln schocken und das Wachstum hemmen. Gieße direkt auf die Erde, nicht über Blätter oder Blüten, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Bei großen Pflanzen kannst du die Gießkanne mehrmals ansetzen, damit das Wasser gleichmäßig versickert und nicht einfach durchläuft.
Gaertner Poetschkes Tipp: Stecke einen Finger in die Erde – erst wenn die oberen 2 cm trocken sind, ist es Zeit zum Gießen. Bei Sukkulenten und Kakteen darf die Erde noch trockener sein, bevor du wieder gießt.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob meine Zimmerpflanze zu viel oder zu wenig Wasser bekommt?
Zu wenig Wasser zeigt sich durch welke, hängende Blätter und trockene Erde. Zu viel Wasser erkennst du an gelben Blättern, weichen Stängeln, Schimmel auf der Erde oder Staunässe im Untersetzer.
Welches Wasser eignet sich am besten für Zimmerpflanzen?
Abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser mit Umgebungstemperatur ist ideal. Kalkempfindliche Pflanzen wie Orchideen oder Azaleen bevorzugen weiches Regenwasser.