Zimmerpflanzen düngen: Nährstoffe für gesundes Wachstum

Zimmerpflanzen düngen ist unverzichtbar, denn im kleinen Erdreich eines Blumentopfes findet eine Pflanze auf Dauer nicht genügend Nahrung – regelmäßige Düngergaben mit einem ausgewogenen Blumendünger sichern gesundes Wachstum und üppige Blüte. Dabei kommt es auf die richtige Dosierung an, denn zu viel Dünger schadet ebenso wie zu wenig.

Richtig düngen nach Pflanzenart und Jahreszeit

Großblättrige Pflanzen brauchen wesentlich mehr Nahrung als kleinblättrige Arten. Kakteen und alle Dickblattgewächse solltest du nur sehr wenig und mit Bedacht düngen. Auf allen Düngerpackungen findest du Gebrauchsanleitungen, die unbedingt eingehalten werden sollten, denn nur von einer sachgemäßen Düngung kannst du einen wirklichen Erfolg erwarten. Wichtig ist vor allen Dingen, dass niemals Pflanzen gedüngt werden, die einen trockenen Ballen haben – gieße sie stets vorher. Frisch verpflanzte Topfpflanzen dürfen erst nach etwa vier Wochen wieder gedüngt werden, dann sind sie gewöhnlich angewachsen. Im Winter wird nur wenig oder nicht gedüngt, je nach Pflanzenart, da die meisten Zimmerpflanzen dann in einer Ruhephase sind.

Häufige Düngefehler und ihre Folgen

Beim Düngen ist zu beachten, dass niemals die Blätter mit der Düngelösung benetzt werden. Sollte es doch einmal passieren, muss die Pflanze gut abgebraust werden, da sonst leicht unschöne Brennflecken auf dem Laub entstehen. Überdüngte Pflanzen erkennt man an gelben Blatträndern und welkenden Trieben, da die Wurzelspitzen regelrecht verbrannt werden. In diesem Fall stellst du die Pflanze einige Stunden in lauwarmes Wasser und gießt sie mehrmals kräftig durch, damit die Düngesalze ausgewaschen werden. Hungrige Pflanzen hingegen zeigen gleichmäßig gelbe Blätter und mangelhaften Wuchs – hier hilft nur eine regelmäßige, sachgemäße Düngung mit einem ausgewogenen Blumendünger.

Häufig gestellte Fragen

Warum dürfen frisch umgetopfte Pflanzen nicht sofort gedüngt werden?

Frisch umgetopfte Pflanzen brauchen etwa vier Wochen, um in der neuen Erde anzuwachsen. In dieser Zeit sind die Wurzeln empfindlich und können durch Düngesalze geschädigt werden. Zudem enthält frische Blumenerde bereits ausreichend Nährstoffe für die ersten Wochen.

Woran erkennt man eine überdüngte Zimmerpflanze?

Überdüngte Pflanzen zeigen gelbe Blattränder und beginnen häufig zu welken, da die Wurzelspitzen durch die hohe Salzkonzentration verbrannt werden. Als Sofortmaßnahme stellt man die Pflanze in lauwarmes Wasser und gießt sie mehrmals kräftig durch.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 149

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