Windbruchschäden im Garten richtig behandeln

Windbruchschäden im Garten entstehen nach Stürmen und hinterlassen offene Wunden an Gehölzen und Obstbäumen. Wer schnell und richtig handelt, schützt seine Pflanzen vor Folgeinfektionen.

Abgeknickte Äste sauber entfernen

Durch Windbruch geknickte oder abgebrochene Äste müssen mit einer scharfen Schere oder Säge sauber abgetrennt werden. Ein glatter Schnitt reduziert das Risiko einer Infektion durch Pilze oder Bakterien erheblich. Ausgefranste Bruchstellen bieten Krankheitserregern eine ideale Angriffsfläche und sollten daher niemals unbehandelt bleiben.

Schnittstellen schützen und Pflanze stabilisieren

Nach dem sauberen Schnitt empfiehlt es sich, größere Wunden mit einem geeigneten Wundschutzmittel zu versiegeln. Dies gilt besonders für Obstbäume und wertvolle Ziergehölze. Windempfindliche Pflanzenarten sollten langfristig an einem geschützten Standort gepflanzt werden, um künftige Sturmschäden zu minimieren.

Gärtner Poetschkes Tipp: Verwenden Sie für den Schnitt nach Windbruch stets saubere, desinfizierte Werkzeuge – so verhindern Sie, dass Krankheitserreger über das Schnittgerät auf gesunde Pflanzenteile übertragen werden.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich nach einem Sturm alle geknickten Äste sofort entfernen?

Ja, möglichst zeitnah. Offene Bruchstellen sind Eintrittspforten für Pilze und Bakterien. Ein sauberer Schnitt mit einer scharfen Schere und anschließende Wundversiegelung schützen die Pflanze.

Welches Wundschutzmittel eignet sich für Obstbäume nach Windbruch?

Im Fachhandel gibt es spezielle Baumwachse und Wundverschlussmittel auf Naturharzbasis. Diese versiegeln die Schnittstelle und schützen vor eindringenden Krankheitserregern.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 222

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