Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist die edelste unter den Laubhecken: Im Sommer leuchtend grün, im Herbst kupferfarben und im Winter hält sie ihr trockenes Laub – ein halbdurchlässiger Sichtschutz das ganze Jahr. Rotbuchenhecken sind langlebig, schnittverträglich und verleihen jedem Garten eine klassisch-elegante Ausstrahlung.
Standort und Pflanzung
Die Rotbuche bevorzugt gut durchlässige, kalkhaltige bis leicht saure Böden in Sonne bis Halbschatten. Staunässe und verdichtete Böden verträgt sie schlecht – hier ist die Hainbuche die bessere Wahl. Pflanze wurzelnackte Ware im Oktober bis November mit 4 bis 5 Pflanzen pro Meter. Containerware kann auch im Frühling gesetzt werden. Gieße in den ersten beiden Jahren bei Trockenheit regelmäßig.
Schnitt und das Besondere der Mareszenz
Schneide die Rotbuchenhecke einmal jährlich Ende Juni bis Anfang Juli. Ein zweiter leichter Schnitt im August ist möglich. Wie die Hainbuche treibt auch die Rotbuche aus dem alten Holz wieder aus und verträgt Verjüngungsschnitte. Das Besondere: Das vertrocknete Herbstlaub bleibt bis zum Frühling am Ast hängen (Mareszenz) und bietet auch im Winter einen gewissen Sichtschutz sowie Winterschutz für nistende Vögel.
Grünlaubige oder rotlaubige Variante?
Neben der grünlaubigen Wildform gibt es die Blutbuche (Fagus sylvatica f. purpurea) mit dunkelrot-braunem Laub. Beide lassen sich hervorragend als Hecke verwenden – besonders reizvoll ist eine Mischhecke aus grüner und roter Buche, die ein abwechslungsreiches, zweifarbiges Bild ergibt. Die Pflege ist bei beiden identisch.
Gaertner Poetschkes Tipp: Mische grünlaubige Rotbuchen mit Blutbuchen in der Hecke – das zweifarbige Laub im Sommer und die unterschiedlichen Kupfertöne im Winter sind ein einzigartiger Blickfang.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rotbuche und Hainbuche?
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) hat glatte, glänzende Blätter und bevorzugt gut drainierte Böden. Die Hainbuche (Carpinus betulus) hat gerippte Blätter und verträgt auch schwere, feuchte Böden. Trotz ähnlicher Namen gehören sie zu verschiedenen Pflanzenfamilien.
Verliert die Rotbuchenhecke im Winter ihre Blätter?
Die Blätter verfärben sich kupferbraun und vertrocknen, bleiben aber bis zum Frühling am Ast. Erst wenn der neue Austrieb kommt, fallen die alten Blätter ab.