Rasenkrankheiten erkennen und behandeln: Schneeschimmel, Rotspitzigkeit und Co.

Braune Flecken, graue Beläge oder rötliche Verfärbungen im Rasen können auf Pilzkrankheiten hindeuten. Die häufigsten Rasenkrankheiten in mitteleuropäischen Gärten sind Schneeschimmel, Rotspitzigkeit und Dollarflecken. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege lassen sich die meisten Rasenkrankheiten vermeiden – und wenn sie auftreten, heilen sie in der Regel von selbst ab, sobald die Wachstumsbedingungen stimmen.

Schneeschimmel: Graue Flecken im Frühling

Schneeschimmel (Microdochium nivale) zeigt sich als kreisrunde, grauweiße Flecken von 5 bis 25 Zentimetern Durchmesser, oft im Frühling nach der Schneeschmelze oder bei feucht-kühler Witterung. Der Pilz befällt geschwächte Gräser und breitet sich bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit besonders schnell aus. Vorbeugend hilft: Laub im Herbst konsequent entfernen, den Rasen nicht zu spät im Jahr mit Stickstoff düngen und eine gute Kaliumversorgung im Herbst sicherstellen.

Rotspitzigkeit: Rötliche Fäden an Grashalmen

Rotspitzigkeit (Laetisaria fuciformis) erkennst du an rötlich-rosafarbenen, fadenförmigen Gebilden an den Grashalmen-Spitzen. Der Pilz tritt besonders bei Stickstoffmangel und feucht-warmem Wetter auf. Eine gezielte Düngung mit einem stickstoffhaltigen Rasendünger lässt die Krankheit meist innerhalb weniger Wochen von selbst abklingen. Chemische Behandlung ist in der Regel nicht nötig.

Vorbeugung: Der beste Schutz gegen Rasenkrankheiten

Die wichtigste Vorbeugung gegen alle Rasenkrankheiten ist eine ganzjährig gute Rasenpflege: Regelmäßig düngen, nicht zu kurz mähen, für gute Drainage sorgen und Rasenfilz durch jährliches Vertikutieren entfernen. Vermeide abendliches Wässern, damit die Halme über Nacht nicht feucht bleiben. Ein vitaler, gut versorgter Rasen ist gegen Pilzkrankheiten weitgehend resistent.

Gaertner Poetschkes Tipp: Schneeschimmel tritt besonders häufig auf, wenn der Rasen im Spätherbst noch mit Stickstoff gedüngt wurde. Verwende im Herbst ausschließlich kaliumbetonten Dünger.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich bei Rasenkrankheiten Fungizide einsetzen?

In den meisten Fällen nein. Verbessere die Pflegebedingungen – Düngung, Drainage, Luftzirkulation – und die Krankheit klingt von selbst ab. Fungizide sind im Hausgarten selten nötig.

Sind Rasenkrankheiten ansteckend für andere Pflanzen?

Nein, Rasenpilze wie Schneeschimmel oder Rotspitzigkeit befallen ausschließlich Gräser und sind für Stauden, Gehölze oder Gemüse nicht gefährlich.

AI-generated content – Gaertner Poetschke Editorial

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