Nicht jeder Garten braucht einen perfekt gepflegten Zierrasen. Wer weniger Zeit für wöchentliches Mähen aufbringen möchte, findet in Blumenrasen oder Blumenwiese eine pflegeleichte und ökologisch wertvolle Alternative, die Insekten Nahrung bietet und den Garten bunter macht.
Planung und Vorbereitung
Wer für regelmäßiges Mähen keine Zeit hat, sollte sich überlegen, statt des Zierrasens einen Blumenrasen oder eine Blumenwiese anzulegen. Ein Blumenrasen besteht zwar auch zum großen Teil aus Rasengräsern, aber Wildblumen wie Löwenzahn (Taraxacum officinale), Gänseblümchen (Bellis perennis), Kornblumen (Centaurea cyanus), Mohn (Papaver rhoeas), Klee (Trifolium pratense) und Ehrenpreis (Veronica spicata) sind ausdrücklich geduldet. Was sonst im Rasen mit Unkrautstecher und Herbiziden vernichtet würde, erhält hier eine Chance. Während der Saison muss nur etwa alle zwei bis vier Wochen gemäht werden. In der Folge ist der Blumenrasen nicht nur pflegeleichter, weil außer Mähen keine weiteren Arbeiten anfallen, sondern auch belastbarer, da die Wildkräuter nicht so empfindlich auf das Betreten reagieren wie die Rasengräser.
Umsetzung im Garten
Eine schöne Ergänzung des Blumenrasens sind Krokusse, Schneeglöckchen und andere reizende Frühlingsboten, deren Zwiebeln du nach einem Zufallsprinzip im Rasen vergraben kannst. Eine echte Blumenwiese wird nur zwei Mal im Jahr gemäht und wächst deshalb kniehoch oder höher. Der erste Schnitt erfolgt im Juni, der zweite in der Regel im Spätsommer. Der ökologische Wert einer Blumenwiese ist hoch, aber auch in großen Gärten leidet die Wiese unter dem Betreten. Mit jeder Durchquerung hinterlässt man eine Schneise umgeknickter Halme und Stängel, die sich nur langsam oder gar nicht mehr aufrichten. Als Kinderspielplatz oder Freizeitparadies ist eine Blumenwiese daher nur wenig geeignet.
Weitere Hinweise
Eine Kompromisslösung besteht darin, wenn du öfter genutzte Wege und vielleicht auch einen Platz für den Liegestuhl durch häufigeres Abmähen kürzer hältst als den Rest der Wiese. So verbindest du die Vorteile beider Welten: Du kannst die Wiese nutzen, ohne sie zu beschädigen, und genießt gleichzeitig die blühende Vielfalt drumherum. Auch optisch entsteht durch die Kombination aus kurzen Wegen und hoher Wiese ein reizvoller Kontrast, der deinem Garten Struktur verleiht.
Gaertner Poetschkes Tipp: Halte öfter genutzte Wege und einen Platz für den Liegestuhl durch häufigeres Abmähen kürzer als den Rest der Wiese. So kannst du die Blumenwiese nutzen, ohne sie zu beschädigen, und genießt trotzdem die blühende Vielfalt.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ich einen Blumenrasen mähen?
Einen Blumenrasen musst du während der Saison nur etwa alle zwei bis vier Wochen mähen. Das ist deutlich weniger Aufwand als bei einem Zierrasen, der wöchentlich gemäht werden sollte.
Welche Vorteile bietet eine Blumenwiese gegenüber einem Rasen?
Eine Blumenwiese wird nur zweimal im Jahr gemäht und hat einen hohen ökologischen Wert. Sie bietet Insekten Nahrung und Lebensraum, ist pflegeleicht und bringt bunte Vielfalt in deinen Garten.