Pflanzen können sich gegenseitig schützen und stärken – ganz ohne Chemie. Durch geschickte Kombinationen im Beet hältst du Schädlinge und Krankheiten fern, bevor sie überhaupt zur Plage werden. Das Prinzip ist einfach: Bestimmte Pflanzen mögen sich, andere wiederum schützen ihre Nachbarn durch Duftstoffe oder locken Nützlinge an. So wird dein Garten zum natürlichen Schutzschild für deine Kulturen.
Mischkultur im Gemüsegarten
Kohlweißlinge meiden ihre Wirtspflanze Kohl, wenn Salbei dazwischengepflanzt wird. Läuse und Ameisen weichen Gewürzkräutern wie Ysop, Lavendel oder Thymian aus. Zwischen Rosen gepflanzte Lavendel- oder Katzenminzepflanzen halten Blattläuse fern. Diese natürlichen Schutzstrategien funktionieren über ätherische Öle und Duftstoffe, die Schädlinge irritieren oder vertreiben. So schaffst du ein gesundes Gleichgewicht im Beet, ohne zu Spritzmitteln greifen zu müssen.
Bewährte Pflanzenkombinationen
Tomaten und Basilikum: Basilikum soll Weiße Fliegen von Tomaten fernhalten und fördert zudem deren Aroma. Möhren und Zwiebeln: Möhrenfliege und Zwiebelfliege meiden jeweils die Nachbarpflanze, da der Geruch sie verwirrt. Kapuzinerkresse als Fangpflanze: Sie lockt Blattläuse gezielt an und hält sie so von anderen Pflanzen fern. Diese Kombinationen haben sich über Generationen bewährt und machen den Anbau einfacher und erfolgreicher.
Gaertner Poetschkes Tipp: Pflanze Ringelblumen (Calendula) zwischen dein Gemüse – sie locken Nützlinge an, halten Nematoden im Boden in Schach und sehen dabei noch wunderschön aus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Mischkultur im Garten?
Mischkultur bedeutet, verschiedene Pflanzenarten gemeinsam anzubauen, die sich gegenseitig nutzen. Bestimmte Kombinationen halten Schädlinge fern, verbessern das Wachstum oder nutzen den Platz effizienter.
Welche Pflanzen halten Blattläuse fern?
Lavendel, Katzenminze, Ysop und Kapuzinerkresse halten Blattläuse fern oder locken sie als Fangpflanzen von wertvollen Kulturen weg. Auch Thymian und Salbei wirken abschreckend auf Läuse.