Pak Choi anbauen: Standort, Pflege und Ernte

Pak Choi anbauen gelingt auch für Einsteiger problemlos, denn der asiatische Senfkohl ist anspruchslos und wächst schnell. Der aus China stammende Pak Choi (Brassica rapa var. chinensis), auch Pok Choi, Pak Soi oder Bok Choi genannt, ist eng mit dem Chinakohl verwandt, aber kleiner als dieser. Er bildet keine geschlossenen Köpfe, sondern lockere Rosetten aus fleischigen, hellen Blattrippen und dunkelgrünen, weichen Blättern mit einem leicht bitteren, aber milden Geschmack.

Aussaat und Standort für Pak Choi

Pak Choi kann ab März unter Glas vorgezogen oder ab Juli direkt ins Freiland gesät werden. Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, gleichmäßig feuchtem Boden. Auch wenn er aussieht wie ein Salat, ist Pak Choi doch ein Kohlgewächs und bildet keinen Kopf, sondern nur eine lockere Rosette. Der Pflanzabstand beträgt etwa 25 bis 30 cm. Pak Choi muss nicht gedüngt werden, wenn vor der Aussaat Kompost in die Erde eingearbeitet wurde. Er ist sehr eiweißreich, kalorienarm und leicht verdaulich und deshalb auch gut für Menschen geeignet, die auf eine leichte Ernährung achten. Die Keimdauer beträgt etwa fünf bis zehn Tage.

Pflege und Schädlingsschutz bei Pak Choi

Pak Choi kann von allen typischen Kohlkrankheiten sowie -schädlingen heimgesucht werden. Besonderes Augenmerk muss man auf Schnecken richten, denn sie fressen die zarten Blätter besonders gern. Gemüsefliegen-Schutznetze, rechtzeitig ausgebracht, schützen wirksam vor Kohlfliege und Kohlweißling. Das Beet wird nach dem Aufgehen der Saat unkrautfrei gehalten und bei Trockenheit regelmäßig gegossen. Schwächere Pflanzen werden ausgedünnt, damit die kräftigsten Exemplare genügend Raum haben. Pak Choi wächst schnell und ist in wenigen Wochen erntereif, was ihn ideal für die Nachkultur nach anderen Gemüsearten macht.

Ernte und Verwendung von Pak Choi

Pak Choi ist erntereif, wenn die Rosetten gut entwickelt sind und die Blätter frisch und knackig aussehen. Je nach Sorte und Aussaatzeitpunkt dauert es sechs bis acht Wochen bis zur Ernte. Geerntet wird die gesamte Rosette bodennah abgeschnitten. In der Küche ist Pak Choi sehr vielseitig: Er kann roh als Salat, gedünstet, gebraten oder in Suppen und Wokgerichten verwendet werden. Sein milder Geschmack mit leicht bitterer Note harmoniert gut mit Ingwer, Knoblauch und Sojasoße. Pak Choi ist reich an Vitamin C, Kalzium und Eisen und damit ein wertvolles Gemüse für eine ausgewogene Ernährung.

Gärtner Pötschkes Tipp: Schützen Sie Pak Choi von Anfang an mit einem Gemüsefliegen-Schutznetz – die zarten Blätter sind besonders bei Schnecken und Kohlfliegen beliebt. Ein Schneckenkorn rund ums Beet hilft zusätzlich.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Pak Choi von Chinakohl im Anbau?

Pak Choi bildet keine geschlossenen Köpfe, sondern lockere Rosetten, und ist kleiner als Chinakohl. Er wächst schneller, ist anspruchsloser und kann auch im Frühjahr ohne Schossgefahr angebaut werden.

Welche Schädlinge befallen Pak Choi besonders häufig?

Pak Choi ist besonders anfällig für Schnecken, die die zarten Blätter fressen. Außerdem können Kohlfliege und Kohlweißling auftreten. Schutznetze und Schneckenkorn helfen wirksam.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch

Seiten: 272, 273

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