Ohrwuermer und Ameisen im Garten richtig einschaetzen

Ohrwürmer und Ameisen gehören zu den häufigsten Gartenbewohnern und spielen eine zwiespältige Rolle: Sie können sowohl nützlich als auch schädlich sein. Je früher du unerwünschten Befall erkennst und gezielt handelst, umso besser schützt du deine Pflanzen.

Ohrwürmer: Überwinterung und Bekämpfung

Ohrwürmer überwintern im Laub, in Ritzen und Spalten oder in hohlen Stängeln. Ob du die Gartenflächen von Unterschlupfmöglichkeiten säuberst, hängt vom Befall des vergangenen Sommers ab: Je stärker dieser war, umso wichtiger ist es, Unterschlupfmöglichkeiten für die Überwinterung abzuräumen und zu verbrennen. Bitte nicht auf den Kompost, denn dann werden die Überwinterungsplätze nur verlagert, und im Frühjahr geht der Befall von vorn los. Ohrwürmer sollten in einem naturnahen Garten grundsätzlich nicht bekämpft werden, da sie als Nützlinge Blattläuse und andere Schädlinge fressen.

Ameisen im Garten: Nützling oder Schädling?

Ameisen sind allgegenwärtig im Garten. Je früher du etwas gegen sie unternimmst, umso besser. Ameisen können nützlich sein, da sie organisches Material zersetzen und Böden lockern. Sie können aber auch schädlich sein, wenn sie Blattläuse schützen und fördern. Ameisen lieben die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse und halten bisweilen Blattläuse wie Kuhherden, die regelmäßig gemolken werden. Im Gegenzug schützen Ameisen die Blattläuse vor natürlichen Feinden wie Marienkäfern und Florfliegen. Diese symbiotische Beziehung kann zu massivem Blattlausbefall führen, der deine Pflanzen schwächt.

Gaertner Poetschkes Tipp: Bekämpfe Blattläuse frühzeitig – dann verlieren Ameisen ihre Nahrungsquelle und ziehen sich von selbst zurück.

Häufig gestellte Fragen

Sind Ameisen schädlich für den Garten?

Ameisen können schädlich sein, wenn sie Blattläuse schützen und fördern. Sie sind aber auch nützlich, da sie organisches Material zersetzen und Böden lockern.

Wie bekämpfe ich Ameisen im Garten?

Bekämpfe zuerst die Blattläuse, dann verlieren Ameisen ihre Nahrungsquelle. Ameisenpulver oder Barrieren aus Kreide oder Zimtpulver helfen bei direktem Befall.

Gaertnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 248

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