Wer Obstgehölze erfolgreich kultivieren möchte, legt den Grundstein bereits Wochen vor der Pflanzung: Ein durchdachtes, vorbereitendes Pflanzloch mit organischem Dünger schafft optimale Startbedingungen, damit Bäume und Sträucher zügig anwachsen und über Jahre hinweg reiche Erträge liefern. Die Investition von zwei bis drei Wochen Vorlaufzeit zahlt sich durch gesunde, kräftige Pflanzen aus.
Vorbereitung des Pflanzlochs
Für ein gutes Anwachsen der Obstgehölze muss zunächst einmal der Boden gut vorbereitet werden – es genügt nicht, einfach ein Pflanzloch zu buddeln und die Wurzeln der Pflanze irgendwie darin zu verstauen und alles wieder zuzuschütten. Ich empfehle dir, ein sogenanntes „vorbereitendes Pflanzloch“ zu graben. Das geht so: Du gräbst zwei oder drei Wochen, bevor du die Pflanze setzen willst, ein Pflanzloch, das etwa 1,5- bis 2-mal so groß ist wie der Wurzelballen des zu pflanzenden Baums oder Strauchs. In das ausgehobene Erdreich arbeitest du einen organischen Vorratsdünger ein, zum Beispiel Gärtner Pötschkes Naturdünger oder Gärtner Pötschkes pelletierten Rinderdung. Du kannst auch Mykorrhiza-Vitalnahrung untermischen. Diese Bodenhilfsstoffe verbessern die Aufnahmefähigkeit der Pflanzenwurzeln für Wasser und Nährstoffe erheblich.
Richtig pflanzen: Schritt für Schritt
Anschließend füllst du die mit Dünger angereicherte Erde zurück ins Pflanzloch – nun kann der Boden bis zum endgültigen Setzen der Pflanze reifen. Wenn du Spalierbäume in Reihen pflanzen willst, baust du zweckmäßigerweise erst das Gerüst, dann hebst du einen Graben von etwa 60 cm Breite und Tiefe aus. Für Strauchobst wie Johannisbeeren kannst du entweder einzelne Pflanzlöcher oder einen Graben von 50 cm Breite und Tiefe ausheben. Auch hier wird der Dünger in das ausgehobene Erdreich eingearbeitet. Bei Brombeer- oder Himbeerkulturen schlägst du ebenfalls vor dem Einsetzen der Pflanzen die Stützpfosten ein beziehungsweise installierst die Drahtrahmen, an denen später die Ruten angebunden werden. So schaffst du von Anfang an stabile Wachstumsbedingungen für deine Obstgehölze.
Pflege nach der Pflanzung
Nach dem Einsetzen der Obstgehölze in das vorbereitete Pflanzloch drückst du die Erde gut an und gießt kräftig an, damit sich die Wurzeln mit dem Boden verbinden und keine Hohlräume entstehen. In den ersten Wochen nach der Pflanzung ist eine regelmäßige Wasserversorgung besonders wichtig, damit die Wurzeln gut einwachsen können. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Grasschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkrautwuchs. Bei Obstbäumen solltest du außerdem einen Stützpfahl einschlagen und den Stamm locker anbinden, damit der junge Baum bei Wind nicht hin und her schwankt und die frischen Wurzeln beschädigt werden.
Gärtner Pötschkes Tipp: Grabe das Pflanzloch zwei bis drei Wochen vor der Pflanzung vor und arbeite organischen Dünger ein – so kann der Boden reifen und die Wurzeln finden optimale Bedingungen vor.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß sollte das Pflanzloch für einen Obstbaum sein?
Das Pflanzloch sollte etwa 1,5- bis 2-mal so groß sein wie der Wurzelballen des Baums. Für Spalierbäume in Reihen empfiehlt sich ein durchgehender Graben von 60 cm Breite und Tiefe.
Welchen Dünger arbeitet man beim Pflanzen von Obstgehölzen ein?
Beim Vorbereiten des Pflanzlochs empfiehlt sich ein organischer Vorratsdünger wie Naturdünger oder pellettierter Rinderdung, der in das ausgehobene Erdreich eingearbeitet wird. Auch Mykorrhiza-Präparate verbessern die Aufnahmefähigkeit der Wurzeln für Wasser und Nährstoffe.