Obstbäume gibt es in verschiedenen Wuchsformen – von der kompakten Spindel bis zum stattlichen Hochstamm. Die Wahl der richtigen Wuchsform bestimmt den Platzbedarf und die spätere Pflege entscheidend. Auf die empfohlenen Pflanzabstände sollte man besonders achten, damit jeder Baum genug Licht und Luft bekommt.
Wuchsformen von Obstbäumen
Auf die hier empfohlenen Pflanzabstände zwischen den einzelnen Bäumen musst du besonders achten, damit jeder Baum bzw. Strauch genug Licht und Luft bekommt und auch ausreichend Platz zur Pflege und Ernte zur Verfügung steht. Denke daran, dass die einzelnen Obstsorten auch in verschiedenen Wuchsformen gezogen werden können (siehe Seite 34). Für kleine Gärten eignet sich am besten die spindelförmige Erziehung. Voraussetzung hierfür sind schwach wachsende Unterlagen (Wurzelwerke).
Pflanzabstände für Kern- und Steinobst
Fast alle Obstsorten werden heutzutage durch Veredelung vermehrt. Die mehr oder weniger stark bzw. schwach wachsende Wurzel – der Gärtner spricht hier von der Unterlage – bestimmt zusammen mit der aufveredelten Sorte und der Qualität des Bodens die Wüchsigkeit und die spätere Größe des Baumes (siehe Tabelle rechts). Wo nur schmale Beete zur Bepflanzung vorhanden sind, lohnt es sich, über Spalier- und Säulenbäume nachzudenken. Die Pflanzung von Halb-, besonders aber von Hochstämmen, bietet sich dagegen nur an, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht.
Gärtner Pötschkes Tipp: Achten Sie besonders auf die empfohlenen Pflanzabstände – zu eng gepflanzte Bäume konkurrieren um Licht und Nährstoffe und bringen langfristig weniger Ertrag.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wuchsform eignet sich für einen kleinen Garten?
Für kleine Gärten eignen sich Spindel- oder Buschbäume auf schwach wachsenden Unterlagen am besten. Sie benötigen wenig Platz, sind leicht zu pflegen und tragen trotzdem reichlich Früchte.
Warum sind Pflanzabstände bei Obstbäumen so wichtig?
Zu eng gepflanzte Obstbäume konkurrieren um Licht, Wasser und Nährstoffe, was Wachstum und Ertrag mindert. Ausreichende Abstände ermöglichen eine gute Belüftung, reduzieren Pilzkrankheiten und erleichtern Pflege und Ernte.