Mähroboter versprechen einen perfekt gepflegten Rasen ohne eigenes Zutun – und für viele Gartenbesitzer halten sie dieses Versprechen. Die autonomen Helfer mähen leise, regelmäßig und mulchen gleichzeitig, sodass der Rasen dichter und grüner wird. Doch es gibt auch Einschränkungen, die du kennen solltest, bevor du investierst.
Vorteile: Zeitersparnis und Mulcheffekt
Der größte Vorteil ist die Zeitersparnis: Einmal eingerichtet, mäht der Roboter selbstständig nach Zeitplan. Das regelmäßige Schneiden in kurzen Intervallen hat einen positiven Nebeneffekt – die feinen Schnipsel fallen als natürlicher Mulch auf den Rasen und liefern Nährstoffe zurück. Der Rasen wird dichter, gleichmäßiger und braucht weniger Dünger. Moderne Modelle sind leise genug, um auch nachts oder am Wochenende zu arbeiten, ohne die Nachbarn zu stören.
Nachteile und Grenzen
Mähroboter haben Schwierigkeiten mit steilen Hängen (über 35 Prozent Steigung), sehr verwinkelten Grundstücken und Flächen mit vielen Hindernissen. Die Installation des Begrenzungskabels erfordert etwas Aufwand. Zudem schneiden Mähroboter die Ränder nicht sauber – du musst Kanten und Übergänge zu Beeten weiterhin von Hand trimmen. Bei Hitze kann die tägliche Fahrt den Rasen zusätzlich stressen, weil das ständige Abschneiden der Halme die Verdunstung erhöht.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Wähle ein Modell, dessen Flächenleistung mindestens 20 Prozent über deiner tatsächlichen Rasenfläche liegt – so hat der Roboter genug Reserve und muss nicht ständig am Limit arbeiten. Achte auf die maximale Steigfähigkeit, Regensensoren, Diebstahlschutz und die Lautstärke. GPS-gesteuerte Modelle ohne Begrenzungskabel sind komfortabler, aber deutlich teurer. Informiere dich auch über die Verfügbarkeit von Ersatzklingen, da diese alle paar Monate gewechselt werden müssen.
Gaertner Poetschkes Tipp: Lass den Mähroboter möglichst tagsüber fahren und nicht nachts – nachtaktive Tiere wie Igel werden von den Geräten leider regelmäßig verletzt.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich trotz Mähroboter noch einen normalen Rasenmäher?
Für die Kanten und den Übergang zu Beeten brauchst du mindestens einen Rasentrimmer. Einen normalen Mäher benötigst du nur noch, falls der Roboter längere Zeit ausfällt und das Gras hoch gewachsen ist.
Kann ein Mähroboter auch Moos entfernen?
Nein, Mähroboter schneiden nur Gras. Für die Moosbekämpfung brauchst du nach wie vor einen Vertikutierer.