Knollenbegonien pflegen: Balkonschmuck mit großen Blüten

Knollenbegonien pflegen lohnt sich: Aus der großen Familie der Begoniengewächse werden die Knollenbegonien vorwiegend als Balkonschmuck gepflanzt und begeistern mit großen, farbenprächtigen Blüten. Man unterscheidet drei Klassen: die großblumige Begonie (Begonia hybrida), die vielblumige Miniaturbegonie (Begonia multiflora) und die Ampel- oder Hängebegonie (Begonia hybrida pendula).

Knollen einpflanzen und Standort wählen

Wie alle Begoniengewächse möchten auch die Knollenbegonien gern leicht schattig stehen. Weniger anspruchsvoll in dieser Hinsicht sind die Miniatur- und Leuchtfeuerbegonien. Die Knollen, die man sich zeitig im Frühjahr besorgen sollte, werden am besten in Torfmull oder in ein sehr lockeres Erdgemisch gelegt, und zwar mit der hohlen Seite nach oben. Sie brauchen nur eben mit Erde bedeckt zu sein, werden gut angegossen und warm und hell gestellt. Sobald die ersten Triebe erscheinen, können die Knollen in normale Blumenerde getopft werden. Ein leicht schattiger Standort auf dem Balkon oder der Terrasse ist ideal – direkte Mittagssonne verträgt die Knollenbegonie schlecht.

Gießen, Düngen und Knollen teilen

Knollenbegonien brauchen im Sommer viel Wasser und regelmäßige Düngung. Die Knollen schrumpfen dabei nicht, sondern bleiben prall und gesund. Sehr groß gewordene Knollen können im Frühjahr vor dem Einpflanzen geteilt werden. Sie werden dann mit einem scharfen Messer in mehrere Teile geschnitten. Dabei muss beachtet werden, dass jedes Teil mindestens eine Triebknospe aufweist. Die Schnittfläche muss mit Holzkohlenstaub eingepudert werden, damit keine Fäulnis entsteht. Gedüngt wird während der Wachstumsperiode alle zwei Wochen mit einem kaliumbetonten Blumendünger, der die Blütenbildung fördert.

Echter Mehltau: Häufigste Krankheit bei Knollenbegonien

Eine der häufigsten Krankheiten an Knollenbegonien ist der Echte Mehltau. Der graue Belag auf den Blättern wird durch einen Pilz hervorgerufen und ist sehr wirksam mit Schwefel- und anderen pilztötenden Mitteln zu bekämpfen. Das Auftreten der Krankheit wird durch nasskaltes Wetter gefördert. Wichtig ist, dass die Bekämpfung sofort nach Feststellung der ersten Anzeichen gründlich durchgeführt und einige Male wiederholt wird. Dabei ist zu beachten, dass auch alle Pflanzenteile von dem Spritz- oder Stäubemittel berührt werden, damit sich die Krankheit nicht von versteckten Stellen aus erneut über die Pflanzen verbreitet. Eine gut ernährte und abgehärtete Pflanze ist weitaus weniger anfällig als eine schwache, weiche Pflanze.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich Echten Mehltau bei Knollenbegonien?

Echter Mehltau zeigt sich als grauer, mehliger Belag auf den Blättern. Bekämpfen Sie ihn sofort mit Schwefel- oder anderen pilztötenden Mitteln und wiederholen Sie die Behandlung mehrmals, damit sich der Pilz nicht von versteckten Stellen ausbreitet.

Wie teilt man Knollenbegonien-Knollen richtig?

Große Knollen werden im Frühjahr mit einem scharfen Messer geteilt. Jedes Teil muss mindestens eine Triebknospe aufweisen. Die Schnittflächen sofort mit Holzkohlenstaub einpudern, um Fäulnis zu verhindern.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 173, 174

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