Heißere Sommer und längere Trockenphasen setzen vielen Heckenpflanzen zu – besonders Thuja und Kirschlorbeer leiden unter Wassermangel. Wer seinen Garten klimafit machen möchte, setzt bei der nächsten Pflanzung auf trockenheitsresistente Arten, die auch ohne ständiges Gießen blickdicht und gesund bleiben.
Trockenheitsverträgliche Laubhecken
Feldahorn (Acer campestre) ist der Trockenheitskünstler unter den Laubhecken: tiefe Wurzeln, genügsam und mit leuchtender Herbstfärbung. Hainbuche kommt auf trockenen Standorten besser zurecht als die echte Buche und ist nahezu unverwüstlich. Liguster verträgt Trockenheit erstaunlich gut und bleibt in milden Wintern sogar grün. Berberitze (Berberis) und Feuerdorn (Pyracantha) sind ebenfalls sehr trockenheitsresistent und bieten mit ihren Dornen zusätzlichen Einbruchschutz.
Trockenheitsverträgliche immergrüne Hecken
Die Eibe verträgt Trockenheit besser als Thuja und Kirschlorbeer, da ihre Nadeln weniger Wasser verdunsten. Der Portugiesische Kirschlorbeer ist deutlich trockenheitsresistenter als der gewöhnliche Kirschlorbeer. Wacholder (Juniperus) eignet sich für besonders trockene, sandige Standorte und bildet eine lockere, duftende Hecke. Stechpalme (Ilex) kommt mit Trockenheit ebenfalls gut zurecht, braucht aber einen geschützten Standort.
Maßnahmen für bestehende Hecken bei Trockenheit
Auch bestehende Hecken kannst du widerstandsfähiger machen: Mulche den Wurzelbereich dick mit Rindenmulch oder Holzhäckseln, um die Verdunstung zu reduzieren. Gieße bei extremer Hitze lieber selten und durchdringend als häufig und oberflächlich. Schneide die Hecke bei Trockenheit nicht – der Schnitt regt neues Wachstum an, das zusätzlich Wasser verbraucht. Verschiebe den Schnitt in eine kühlere, feuchtere Phase.
Gaertner Poetschkes Tipp: Der Feldahorn ist der am meisten unterschätzte Heckenstrauch – er verträgt Hitze, Wind, Stadtklima und fast jeden Boden, hat im Herbst goldgelbes Laub und lässt sich genauso gut schneiden wie Hainbuche.
Häufig gestellte Fragen
Verträgt Thuja Trockenheit?
Nein, Thuja reagiert empfindlich auf Wassermangel und zeigt schnell braune Stellen. Für trockene Standorte sind Eibe, Feldahorn oder Liguster die bessere Wahl.
Muss ich trockenheitsresistente Hecken gar nicht gießen?
In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung musst du auch trockenheitsresistente Arten in Trockenphasen wässern. Danach kommen sie mit deutlich weniger Wasser aus als empfindliche Arten.