Gewaechshaus im Selbstbau errichten

Der Selbstbau eines Gewächshauses ist heute einfacher denn je: Moderne Bausätze lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick problemlos aufbauen. Dabei hast du die Wahl zwischen verschiedenen Fundamentvarianten – von der klassischen Bodenplatte bis zur einfachen Verankerung im Erdreich. Mit der richtigen Planung schaffst du optimale Bedingungen für deine Pflanzen und sparst gleichzeitig Energie.

Planung und Vorbereitung

Wird das Gewächshaus ohne feste Bodenplatte errichtet, muss die Grundfläche durch einen eingegrabenen, feinmaschigen Draht vor der Zuwanderung von Mäusen geschützt werden. Plane von Anfang an genügend Arbeits- und Abstellfläche ein, damit du dein Gewächshaus optimal nutzen kannst. Berücksichtige dabei auch Regale, Arbeitstische und Stellflächen für Töpfe, Werkzeug und Gießkannen. Eine durchdachte Raumaufteilung erleichtert dir später die tägliche Arbeit erheblich.

Umsetzung im Garten

Gerade in Zeiten rapide steigender Energiepreise kommt eine alte Methode wieder in Mode, bei der man die Gewächshäuser zur Hälfte in der Erde versenkt hat. Das spart nicht nur Heizkosten, sondern ermöglicht auch, die oft als kühl und technisch empfundene Gewächshausarchitektur unauffällig in den Garten zu integrieren. Wähle den Standort für dein Gewächshaus so, dass es vor allem im ersten Jahresdrittel ausreichend besonnt ist. Eine Ausrichtung in Ost-West-Richtung sorgt für optimale Lichtverhältnisse während der wichtigen Anzuchtphase im Frühjahr.

Weitere Hinweise

Für die heißen Sommermonate gehört eine Schattiermöglichkeit wie zum Beispiel einfache Stoffrollos oder Bambusmatten zur Grundausstattung. Diese schützen deine Pflanzen vor zu intensiver Sonneneinstrahlung und verhindern ein Überhitzen des Gewächshauses. Achte auch auf ausreichende Belüftungsmöglichkeiten durch Fenster oder automatische Lüftungsklappen. Eine gute Luftzirkulation beugt Pilzkrankheiten vor und sorgt für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Gaertner Poetschkes Tipp: Versenke dein Gewächshaus zur Hälfte in der Erde – das spart Heizkosten und integriert es harmonisch in deinen Garten. Der natürliche Temperaturausgleich durch das Erdreich schützt deine Pflanzen vor extremen Temperaturschwankungen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich für mein Gewächshaus immer eine Bodenplatte?

Nein, nicht immer ist eine feste Bodenplatte nötig. Wenn du dein Gewächshaus ohne Bodenplatte errichtest, solltest du die Grundfläche mit einem eingegrabenen, feinmaschigen Draht vor Mäusen schützen.

Welche Vorteile bietet ein teilweise versenktes Gewächshaus?

Ein zur Hälfte in der Erde versenktes Gewächshaus spart deutlich Heizkosten durch die natürliche Temperaturpufferung des Erdreichs. Zudem fügt es sich optisch harmonischer in den Garten ein und wirkt weniger technisch.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 73

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