Geranien pflegen: Pelargonien gießen, düngen, überwintern

Geranien pflegen ist dank ihrer Robustheit besonders einfach: Die Geranie (Pelargonium) ist wohl eine der unverwüstlichsten Balkonpflanzen und blüht an einem sonnigen, warmen Platz den ganzen Sommer über unermüdlich. Sie braucht weder regelmäßiges Gießen noch häufige Düngung – ihre behaarten Blätter ermöglichen es ihr, sparsam mit Wasser umzugehen.

Standort und Gießen: Geranien mögen es sonnig und trocken

Die Geranie will sehr warm und sonnig stehen. Durch ihre behaarten Blätter ist sie in der Lage, wenig Wasser zu verdunsten und kann deshalb mit den ihr zur Verfügung stehenden Vorräten sehr gut haushalten. Empfindlich ist sie gegen zu große Feuchtigkeit, Schatten und hohe Stickstoffgaben – dann fault sie leicht und blüht nur sehr mangelhaft. In einer kräftigen, durchlässigen Erde und an einem sonnigen, warmen Platz blüht sie jedoch den ganzen Sommer über unermüdlich. Gießen Sie Geranien daher lieber zu wenig als zu viel und vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen. Staunässe im Untersetzer muss sofort abgegossen werden.

Düngen und Stecklinge schneiden im August

Nur in den Frühjahrs- und Sommermonaten sollte man die Geranien düngen. Im Spätsommer gedüngte Geranien reifen schlecht aus und lassen sich nicht gut überwintern. Geranien werden durch Stecklinge vermehrt, die man am besten im August schneidet. Kurz unter einer Blattachsel schneidet man eine Triebspitze mit einem scharfen Messer ab, entfernt die kleinen Schuppen an den Blattachseln und alle Knospen und steckt sie in ein lockeres Gemisch aus Komposterde, Sand und Torfmull. Der Steckling darf nur sehr flach gesteckt werden, muss aber fest angedrückt und gut angegossen werden. Bei Geranienstecklingen wird nur die Erde feucht gehalten – häufiges Übersprühen der Blätter führt leicht zu Fäulnis.

Geranien überwintern: Trocken, kühl und frostfrei

Geranien werden trocken, luftig, kühl, aber vollkommen frostfrei überwintert. In feuchten, schlecht gelüfteten Kellern faulen sie leicht. Nur gut durchgewurzelte Jungpflanzen lassen sich überwintern. Die Mutterpflanzen sind auch den Winter über anspruchslos – sie können ohne Weiteres vollkommen trocken stehen. Im zeitigen Frühjahr gibt man den Pflanzen neue, nahrhafte Erde und treibt sie bei etwas höheren Temperaturen und mehr Feuchtigkeit wieder an. Nach dem Durchtrieb sollten sie zurückgeschnitten werden, damit sie sich gut verzweigen. Bei Geranien unterscheidet man die aufrecht wachsende (Pelargonium zonale) von der Hängegeranie (Pelargonium peltatum). Die Hängegeranie ist etwas anspruchsvoller und lässt sich nicht so gut überwintern – am besten besorgt man sie jedes Jahr neu.

Häufig gestellte Fragen

Warum faulen meine Geranien im Winter?

Fäulnis im Winter entsteht fast immer durch zu viel Feuchtigkeit oder schlechte Belüftung. Überwintern Sie Geranien trocken, luftig und kühl, aber vollkommen frostfrei. In feuchten, schlecht gelüfteten Kellern faulen sie leicht.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Geranienstecklinge?

Am besten schneidet man Geranienstecklinge im August. Triebspitzen kurz unter einer Blattachsel abschneiden, in lockere Erde stecken und nur die Erde feucht halten – nicht die Blätter besprühen.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 175

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