Der Mai ist der Monat, in dem dein Garten richtig zum Leben erwacht. Die Temperaturen steigen, die Natur explodiert förmlich in sattem Grün, und die Vorfreude auf die erste Ernte wächst. Doch Vorsicht: Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ist der Winter wirklich vorbei. Bis dahin können Spätfröste noch empfindliche Pflanzen schädigen. Eine alte Bauernregel besagt: „Regnet’s am ersten Maientag, viel Früchte man erwarten mag.“ Der Mai ist also die perfekte Zeit, um die Weichen für eine reiche Ernte zu stellen.
Hintergrund und Bedeutung
Die Eisheiligen – Pankratius, Servatius und Bonifatius – sowie die kalte Sophie (12. bis 15. Mai) markieren eine wichtige Wettergrenze im Gartenjahr. Erst nach diesen Tagen ist die Gefahr von Nachtfrösten in der Regel gebannt. Die Bauernregel „Sankt Urban gibt den Rest, wenn Servaz was übrig lässt“ weist darauf hin, dass auch nach den Eisheiligen noch kühle Tage folgen können. Der Mai entscheidet maßgeblich über den Ertrag des Gartenjahres: Ist er feucht und kühl, gibt er Früchte und Futter viel. Ist er hingegen heiß und trocken, fällt die Ernte oft bescheidener aus. Mairegen gilt als besonders wertvoll – „Mairegen auf die Saaten ist wie Dukaten“, heißt es im Volksmund.
Maßnahmen und Tipps
Warte mit der Aussaat frostempfindlicher Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Kürbis bis nach den Eisheiligen. Ab Mitte Mai kannst du diese Pflanzen bedenkenlos ins Freiland setzen. Auch vorgezogene Sommerblumen wie Dahlien, Begonien und Geranien dürfen jetzt nach draußen. Lockere regelmäßig den Boden zwischen deinen Pflanzen, um Unkraut zu entfernen und die Durchlüftung zu verbessern. Mulche Gemüsebeete, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten – gerade bei trockenem Maiwetter ist das Gold wert. Dünge Starkzehrer wie Kohl, Tomaten und Kartoffeln, damit sie kräftig wachsen können. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge wie Blattläuse und Schnecken und greife rechtzeitig ein.
Gaertner Poetschkes Tipp: Halte nach den Eisheiligen Vlies oder Folie bereit, falls doch noch eine kalte Nacht droht. So schützt du deine frisch gepflanzten Setzlinge vor bösen Überraschungen und sicherst dir eine reiche Ernte.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten Gartenarbeiten im Mai?
Im Mai stehen Aussaat und Pflanzung frostempfindlicher Gemüse- und Blumensorten nach den Eisheiligen an. Außerdem solltest du regelmäßig Unkraut jäten, den Boden lockern, mulchen und Starkzehrer düngen.
Was muss ich im Mai im Gemüsegarten beachten?
Warte mit der Pflanzung von Tomaten, Gurken, Zucchini und Kürbis bis nach den Eisheiligen Mitte Mai. Achte auf ausreichende Bewässerung bei trockenem Wetter und dünge Starkzehrer für kräftiges Wachstum.