Die wichtigsten Hauptnährstoffe für Pflanzen

Gutes oder schlechtes Pflanzenwachstum richtet sich immer nach dem Nährstoff, der für die Pflanze am wenigsten im Boden verfügbar ist. Er ist die Messlatte für alle anderen, denn die Pflanze braucht sie alle gleichzeitig und in einem konstanten Verhältnis. Diese fundamentale Gesetzmäßigkeit wurde von Justus von Liebig in seinem „Gesetz vom Minimum“ formuliert.

Wissenswertes im Überblick

Gutes oder schlechtes Pflanzenwachstum richtet sich immer nach dem Nährstoff, der für die Pflanze am wenigsten im Boden verfügbar ist. Er ist die Messlatte für alle anderen, denn die Pflanze braucht sie alle gleichzeitig und in einem konstanten Verhältnis. Diese fundamentale Gesetzmäßigkeit wurde von Justus von Liebig in seinem „Gesetz vom Minimum“ formuliert. Dieses besagt, dass der in geringster Menge vorhandene Nährstoff die Höhe des Pflanzenertrags bestimmt, und dass dem Boden entzogene Nährstoffe in vollem Umfang ersetzt werden müssen.

Die sechs Hauptnährstoffe

Wissenschaftler unterscheiden bei der Pflanzenernährung Hauptnährstoffe und Spurenelemente. Diese Aufteilung möchte ich auch für die folgende Beschreibung beibehalten. Als Hauptnährstoffe bezeichnet man all jene Substanzen, welche von den Wurzeln der Pflanzen in größeren Mengen zum Wachsen aufgenommen werden müssen. Dies sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), weiterhin Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S). Nicht alle werden von der Pflanze direkt gebraucht, sie können von der Pflanzenwurzel teils auch nur in Verbindung mit anderen Elementen aufgenommen werden.

Die Spurenelemente

Spurenelemente oder Mikronährstoffe sind jene Elemente, von denen die Pflanzen nur kleine Mengen zum gesunden Wachstum benötigen, die aber ebenso lebensnotwendig sind. Das Fehlen nur eines dieser Spurenelemente führt zu Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen. Spurenelemente sind im Boden meist ausreichend vorhanden, handelsüblichen Volldüngern werden sie meist nur in geringen Mengen beigemischt. Zu den für die Pflanzen unverzichtbaren Spurenelementen zählen Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Bor (B), Mangan (Mn), Zink (Zn), Chlor (Cl) und Molybdän (Mo). Wissenschaftler kennen zwar noch weitere nützliche, wenn auch entbehrliche Spurenelemente, die hier aber nicht weiter beschrieben werden sollen. In den meisten Fällen sind diese im Boden auch in einer ausreichenden Konzentration vorhanden.

Gärtner Poetschkes Tipp: Die sechs Hauptnährstoffe sind nur in den seltensten Fällen ausreichend im Boden vorhanden, in der Regel müssen sie immer wieder neu zugeführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Was besagt das Gesetz vom Minimum?

Das Gesetz vom Minimum besagt, dass der in geringster Menge vorhandene Nährstoff die Höhe des Pflanzenertrags bestimmt. Die Pflanze braucht alle Nährstoffe gleichzeitig und in einem konstanten Verhältnis.

Welche Hauptnährstoffe benötigen Pflanzen?

Die sechs Hauptnährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S). Diese müssen in größeren Mengen aufgenommen werden.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 105

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