Jeder Gärtner muss wissen, wie sein Boden beschaffen ist. Nur dann kann er die richtige Pflanzenauswahl treffen und seinen Garten bestmöglich nutzen. Schließlich stellen viele Pflanzen besondere Ansprüche an die Qualität und Art des Bodens.
Wissenswertes im Überblick
Jeder Gärtner muss wissen, wie sein Boden beschaffen ist. Nur dann kann er die richtige Pflanzenauswahl treffen und seinen Garten bestmöglich nutzen. Schließlich stellen viele Pflanzen besondere Ansprüche an die Qualität und Art des Bodens. Die Ergebnisse einer Bodenanalyse erleichtern es, mit entsprechenden Düngergaben gezielt vorhandene Nährstoffmängel auszugleichen, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten oder sie sogar zu erhöhen. Die alte Regel „Viel hilft viel“ gilt gerade beim Düngen nicht: Oft ist es nicht nur sehr teuer, sondern auch völlig unnötig oder gar schädlich, auf gut Glück große Mengen eines beliebigen Düngers in den Boden einzuarbeiten, ohne zuvor eine Bodenanalyse vorgenommen zu haben. Zu viel oder falsch verabreichter Dünger schadet den Bodenlebewesen, belastet das Grundwasser und zerstört das natürliche Gleichgewicht im Garten. Darüber hinaus wird überschüssiger oder zur falschen Zeit ausgebrachter Dünger zum Beispiel als gesundheitsschädliches Nitrat im Gemüse angereichert. Für eine professionelle Analyse benötigen die Labors etwas mehr Material als nur einen Fingerhut voll. Deshalb ist es sinnvoll, einen ganzen Frischhaltebeutel voll Erde einzuschicken. Darauf vermerkt sind das Datum, die Herkunft und der Name des Absenders. Für eine Bodenanalyse werden an verschiedenen Stellen im Garten Bodenproben entnommen und an ein Speziallabor geschickt. Wichtig ist, dass bei der Probenentnahme die gesamte, von den Wurzeln genutzte Bodentiefe und nicht nur die Oberfläche berücksichtigt wird. Also muss unter Umständen bis zu 50 cm tief gegraben werden, um die Probe zu entnehmen. Die Institute bestimmen bei der Analyse neben der chemischen Zusammensetzung der Bodenprobe auch die Bodenart, den Humusgehalt und die Spurennährstoffe. Wenn auf der Probe vermerkt wird, was angebaut wurde und welche Kultur in Zukunft vorgesehen ist, wird die Auskunft des Labors noch aufschlussreicher ausfallen. Es wird empfohlen, die zu Beginn gemachte, allgemeine Bodenanalyse alle drei bis vier Jahre zu wiederholen, denn kein Boden bleibt über Jahre, was er mal war. Je nach Art der Bewirtschaftung verändert sich der Nährstoffgehalt, aber auch die Struktur des Bodens. Der Anbau von stark zehrenden Gemüsesorten wie Kohl, Tomaten oder Kürbisgewächsen raubt ihm Nährstoffe. Werden sie nicht durch Düngergaben ersetzt, verarmt der Boden über kurz oder lang. Umgekehrt kann eine Kultur mit Gründüngungspflanzen, verbunden mit Kompostgaben und dem Abdecken der Erdoberfläche durch Mulchschichten, einen nahezu „toten“ Boden innerhalb weniger Monate neu beleben und wieder fruchtbar machen.
Gärtner Pötschkes Tipp: Es ist sinnvoll, vor dem Anlegen eines Gartens eine Bodenanalyse durchzuführen. So kannst du von Anfang an Fehler bei der Bodenpflege vermeiden und die Kulturen erhalten optimale Startbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist eine Bodenanalyse im Garten wichtig?
Jeder Gärtner muss wissen, wie sein Boden beschaffen ist. Nur so kann er die richtige Pflanzenauswahl treffen und seinen Garten bestmöglich nutzen.
Wie oft sollte eine Bodenanalyse wiederholt werden?
Es wird empfohlen, die Bodenanalyse alle drei bis vier Jahre zu wiederholen, da sich der Nährstoffgehalt und die Struktur des Bodens durch die Bewirtschaftung verändern.