Humusböden: Entstehung, Pflege und Nutzung

Humusböden sind das Fundament für gesundes Pflanzenwachstum und ein aktives Bodenleben. Humus besteht aus abgestorbenem organischem Material, das sich in verschiedenen Zersetzungsstadien im Boden befindet. Die Humusauflage eines naturbelassenen Bodens umfasst – je nach Zersetzungsgrad – mehrere Horizonte. Die oberste Schicht bezeichnet man als Streuhumus; hier sind Pflanzenreste, wie zum Beispiel Blätter, noch gut erkennbar.

Wissenswertes im Überblick

Humus ist das gesamte im Boden enthaltene abgestorbene organische Material. Die Humusauflage eines naturbelassenen Bodens umfasst – je nach Zersetzungsgrad – mehrere Horizonte. Die oberste Schicht bezeichnet man als Streuhumus; hier sind Pflanzenreste, wie zum Beispiel Blätter, noch gut erkennbar. Die Stärke der Schichten hängt von Faktoren wie Klima, Temperatur und Standort ab. Sind die Pflanzenreste bereits deutlich zersetzt, spricht man vom O-Horizont, sind keine Pflanzenreste oder Strukturen mehr sichtbar, vom Dauerhumus-Horizont. Humusböden nähren unzählige nützliche Bodenlebewesen, so auch Regenwürmer. Zudem schützen sie den Boden vor Erosion, weil das Wasser tief einsickern kann. Sie regulieren den Säure-Base-Haushalt des Bodens und enthalten einen nährstoffreichen, Wasser gut haltenden Anteil, der über eine längere Zeit seine gespeicherten Nährstoffe an die Pflanzen abgibt. Reine Humusböden gibt es kaum. Eine Sonderform ist der Moorboden, der in Hoch- und Niedermooren entsteht und fast zu 100 % aus abgestorbenem Pflanzenmaterial besteht. Auch der hier vorkommende Torf ist eine besondere Form von Dauerhumus. Moorböden finden sich vorwiegend in Moor- und Heidegegenden, meist auf nassen Untergrundschichten. In diesen Fällen empfiehlt sich eine Bodenentwässerung. Diese ist zwar recht arbeitsaufwendig, doch die Mühe einer solchen Maßnahme macht sich schnell in Form von üppigem Pflanzenwachstum bezahlt.

Gaertner Poetschkes Tipp: Wenn du Moorböden im Garten hast, lohnt sich eine Bodenentwässerung. Zwar ist diese Maßnahme arbeitsaufwendig, doch die Mühe zahlt sich schnell durch üppiges Pflanzenwachstum aus. Verbessere zusätzlich die Bodenstruktur durch regelmäßige Kompostgaben.

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter Humusböden im Garten?

Humusböden enthalten abgestorbenes organisches Material in verschiedenen Zersetzungsstadien. Sie reichen von Streuhumus mit erkennbaren Pflanzenresten bis zum Dauerhumus, in dem keine Strukturen mehr sichtbar sind.

Welche Vorteile bieten Humusböden für den Garten?

Humusböden fördern Bodenlebewesen wie Regenwürmer, schützen vor Erosion, regulieren den pH-Wert und speichern Nährstoffe sowie Wasser, die sie langfristig an deine Pflanzen abgeben.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 83

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