Tonböden gehören zu den anspruchsvollsten Gartenböden: Sie sind kühl, wasserundurchlässig und werden oft als schwer und träge bezeichnet. Ihre feinkörnigen Tonteilchen speichern zwar Wasser und Nährstoffe hervorragend, geben diese aber nur zögerlich an die Pflanzenwurzeln ab. Mit der richtigen Bearbeitung und gezielter Humusgabe lassen sich Tonböden jedoch deutlich verbessern und für viele Kulturen nutzbar machen.
Wissenswertes im Überblick
Tonböden bestehen zu über 60% aus feinkörnigen Tonteilchen, die sowohl Wasser als auch Nährstoffe sehr gut speichern können. Diese binden sie jedoch so fest, dass sie nur schwer wieder an die Pflanzenwurzeln abgegeben werden. Tonböden sind kühl, wasserundurchlässig, feucht und werden als schwer und träge bezeichnet. Sie sind nur schwer zu bearbeiten, weshalb häufiges und gründliches Lockern unverzichtbar ist. Reichliche Humuszufuhr in Form von Stallmist oder Kompost verbessert die Struktur nachhaltig. Lehmige Sandböden haben dagegen einen höheren Tonanteil und können ausreichend Wasser und Nährstoffe speichern. Sie zählen bei einem guten Mischungsanteil zu den optimalen Gartenböden und lassen sich leicht durch Humusgaben optimieren. Wie aus den Schilderungen ersichtlich wurde, ist der unterschiedliche Tonanteil in Gartenböden ein wichtiger Faktor für die gleichmäßige Ernährung der Pflanzen. Tonböden mit mehr als 75% Tonanteil sind jedoch für Pflanzen nicht mehr geeignet. Reiner Ton ist ein Gemisch aus verschiedenen Mineralien, eines der bekanntesten ist Kaolinit, der Hauptbestandteil von Porzellan. Eine alte Gärtnerregel lautet: Kannst den Boden du noch kneten, sollst du nicht das Land betreten.
Die Bearbeitung von Tonböden
Tonböden sind nahezu wasserundurchlässig und verschlämmen leicht. Sie lassen sich deswegen nur schwer bearbeiten. Hier hilft nur das Untermischen großer Mengen Sand oder Humus. Darüber hinaus ist häufiges und gründliches Lockern unerlässlich. Wichtig ist vor allem, dass im Herbst in grober Scholle umgegraben wird, damit der Boden während des Winters kräftig durchfrieren kann. Nur so erreichst du eine einigermaßen gute Krümelstruktur, die für die Pflanzenwurzeln wiederum sehr wichtig ist. Da oft sogar verbesserte Tonböden noch nass und kalt sind, können sie erst nach einer längeren Trockenperiode, also meist spät im Frühjahr, zur Aussaat und Pflanzung vorbereitet werden. Sie eignen sich deshalb schlecht für den Anbau von Früh- und Wurzelgemüse oder für Pflanzen, die es im Wurzelbereich trockener lieben. Samen, die zur Keimung Wärme brauchen, tun sich in diesen Böden ebenfalls sehr schwer. In nassen, kühlen Jahren keimen Pflanzen hier wegen der zu geringen Bodentemperatur nur spärlich.
Gaertner Poetschkes Tipp: Grabe Tonböden im Herbst in grober Scholle um und lass sie über Winter durchfrieren. Das Gefrieren und Auftauen sprengt die dichten Tonklumpen auf und sorgt für eine deutlich bessere Krümelstruktur im Frühjahr.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Tonböden im Garten?
Tonböden bestehen zu über 60% aus feinkörnigen Tonteilchen. Sie sind kühl, wasserundurchlässig und speichern Wasser und Nährstoffe sehr gut, geben diese aber nur schwer an Pflanzenwurzeln ab.
Wie lassen sich Tonböden verbessern?
Tonböden verbesserst du durch Untermischen großer Mengen Sand oder Humus, häufiges Lockern und grobes Umgraben im Herbst, damit der Boden im Winter durchfrieren und eine bessere Krümelstruktur entwickeln kann.