Fuchsien-Sorten gibt es in großer Vielfalt: Die drei wichtigsten Typen sind die aufrecht wachsende Fuchsie für Balkonkästen, die hängende Fuchsie für Ampeln und die Strauchfuchsie (Fuchsia magellanica Gracilis) für den Garten. Alle Arten gedeihen am besten in schattigen und halbschattigen Lagen und können bei sachgemäßer Pflege ein hohes Lebensalter erreichen.
Aufrecht wachsende Fuchsie: Klassiker für den Balkonkasten
Die aufrecht wachsende Fuchsie ist der Klassiker unter den Balkonpflanzen für schattige Lagen. Sie gedeiht am besten in leicht schattigen bis schattigen Lagen und kann auch noch an der Nordseite von Häusern gepflanzt werden. Im Sommer ist sie für regelmäßige Düngungen dankbar. Damit sie kurz und buschig bleibt, sollte sie im Laufe des Frühjahrs wiederholt gestutzt werden – ohne regelmäßigen Schnitt neigt sie dazu, lang und sparrig zu werden. Im Herbst wird sie ins Haus geholt und kühl, aber nicht vollkommen trocken überwintert. Ende Februar, Anfang März wird sie in neue Erde gesetzt, gestutzt und in einem etwas wärmeren Raum wieder angetrieben.
Hängefuchsie: Üppige Blütenpracht für Ampeln
Die Hängefuchsie ist ideal für Ampeln und hängende Pflanzgefäße. Man lässt sie gern mit zwei bis drei Trieben wachsen, damit sie recht lang werden und üppig herabhängen. Auch die Hängefuchsie gedeiht am besten in schattigen und halbschattigen Lagen. Im Sommer wird regelmäßig gedüngt. Im Herbst wird sie wie die aufrecht wachsende Fuchsie ins Haus geholt und kühl überwintert. Die Hängefuchsie ist etwas anspruchsvoller als die aufrecht wachsende Form und lässt sich vor allem nicht so gut überwintern. Am besten besorgt man sich diese Pflanzen daher jedes Jahr neu oder vermehrt sie durch Stecklinge im Frühjahr.
Strauchfuchsie: Robust und langlebig im Garten
Die Strauchfuchsie (Fuchsia magellanica Gracilis) ist die robusteste der drei Fuchsien-Typen. In milden Gegenden kann sie mit einem Winterschutz im Freien überwintern. Es ist jedoch angebrachter, auch sie ins Haus zu holen. Sie kann sehr kühl stehen, muss aber im Frühjahr stark zurückgeschnitten werden, da sie leicht dazu neigt, lang und sparrig zu werden. Fuchsien können bei sachgemäßer Pflege ein hohes Lebensalter erreichen – Pflanzen mit einem Alter von 40 und mehr Jahren sind bekannt. Eine gut ernährte und abgehärtete Pflanze ist weitaus weniger anfällig als eine schwache, weiche Pflanze. Regelmäßige Düngung im Sommer und ein geeigneter Standort sind die wichtigsten Voraussetzungen für langlebige Fuchsien.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fuchsienart eignet sich für den Schatten am Nordbalkon?
Alle Fuchsienarten gedeihen in schattigen und halbschattigen Lagen. Die aufrecht wachsende Fuchsie eignet sich besonders gut für Balkonkästen an der Nordseite, da sie auch bei wenig Licht üppig blüht.
Wie alt können Fuchsien werden?
Bei sachgemäßer Pflege können Fuchsien ein hohes Lebensalter erreichen. Pflanzen mit einem Alter von 40 und mehr Jahren sind bekannt. Regelmäßiger Schnitt, kühle Überwinterung und ein schattiger Standort sind entscheidend.