Fuchsien pflegen: Balkonpflanze für schattige Lagen

Fuchsien pflegen lohnt sich besonders: Eine sehr beliebte und seit langer Zeit bekannte Balkonpflanze, die am besten in leicht schattigen Lagen gedeiht und auch noch an der Nordseite von Häusern gepflanzt werden kann. Fuchsien gehören in die Familie der Nachtkerzengewächse und sind strauchige Pflanzen, die durch Stecklinge vermehrt werden.

Standort und Sorten: Aufrecht, hängend und Strauchfuchsie

Fuchsien gedeihen am besten in schattigen und halbschattigen Lagen. Es gibt drei verschiedene Typen: die bekannte, aufrecht wachsende Fuchsie für Balkonkästen, die hängende Form und die Strauchfuchsie (Fuchsia magellanica Gracilis). Alle Arten gedeihen am besten in schattigen und halbschattigen Lagen. Sie sind im Sommer für regelmäßige Düngungen dankbar. Hängefuchsien lässt man gern mit zwei bis drei Trieben wachsen, damit sie recht lang werden. Die Strauchfuchsie kann in milden Gegenden mit einem Winterschutz im Freien überwintern. Fuchsien können bei sachgemäßer Pflege ein hohes Lebensalter erreichen – Pflanzen mit einem Alter von 40 und mehr Jahren sind bekannt.

Vermehrung durch Stecklinge: Wann und wie

Fuchsien werden durch Stecklinge vermehrt, was fast das ganze Jahr über vorgenommen werden kann – nur im November und Dezember wachsen sie schlecht an. Am günstigsten zur Vermehrung sind die Frühjahrsmonate. Stecklinge schneidet man von Trieben, die fest und kräftig, aber noch nicht verholzt sind. Einen Millimeter unter der Blattachsel schneidet man eine Triebspitze mit einem scharfen Messer ab, steckt sie in ein Gemisch aus Sand und Torfmull und hält den Steckling ganz gleichmäßig feucht und warm. Am besten stülpt man ein Glas darüber, damit eine stetige Luftfeuchtigkeit gewährleistet ist. Schon sehr bald bilden sich Wurzeln, und die Jungpflanze kann in ein Gemisch von Kompost- und Lauberde mit einem Zusatz von Sand und Torf gepflanzt werden.

Überwinterung und Frühjahrsschnitt der Fuchsien

Die aufrecht wachsenden Fuchsien und die Hängeformen werden im Herbst ins Haus geholt und kühl, aber nicht vollkommen trocken überwintert. Wichtig ist, dass die Fuchsien in ihrem Winterquartier einen hellen Platz bekommen. Wenn es nicht möglich ist, sie in den Balkonkästen zu überwintern, sollten sie in Töpfe gepflanzt werden. Ende Februar, Anfang März werden sie in neue Erde gesetzt, gestutzt und in einem etwas wärmeren Raum wieder angetrieben. Aufrecht wachsende Sorten sollten im Laufe des Frühjahrs wiederholt gestutzt werden, damit sie kurz und buschig bleiben. Die Strauchfuchsie muss im Frühjahr stark zurückgeschnitten werden, da sie leicht dazu neigt, lang und sparrig zu werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie überwintern Fuchsien am besten?

Fuchsien werden im Herbst ins Haus geholt und kühl, aber nicht vollkommen trocken überwintert. Sie brauchen einen hellen Platz im Winterquartier. Ende Februar werden sie in neue Erde gesetzt und angetrieben.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Fuchsien-Stecklinge?

Am günstigsten zur Vermehrung durch Stecklinge sind die Frühjahrsmonate. Im November und Dezember wachsen Stecklinge schlecht an. Kräftige, noch nicht verholzte Triebspitzen eignen sich am besten.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 174, 175

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