Freiland-Aussaat im Garten erfordert Sorgfalt: Viele Fehler werden gerade bei der Aussaat gemacht, und geht die Saat nicht wunschgemäß auf, wird die Schuld oft dem Samenlieferanten gegeben. Zum Keimen sind Feuchtigkeit und Wärme nötig – fehlt eine dieser beiden Grundbedingungen, geht nichts auf. Jede Samenart hat ihre bestimmte Aussaatzeit.
Haeufige Fehler bei der Freiland-Aussaat
Ein oft gemachter Fehler ist es, wenn zu zeitig gesät wird. Jede Samenart hat ihre bestimmte Aussaatzeit. Zum Keimen sind Feuchtigkeit und Wärme nötig. Fehlt eine dieser beiden Grundbedingungen, hat man das Nachsehen und nichts geht auf. Verschiedene empfindliche Saaten, wie Gurken und Bohnen, verfaulen in der feuchten Erde, wenn die Wärme fehlt. Falsch ist es auch, wenn zu spät gesät wird. Den Maßstab für die richtige Saattiefe gibt das alte Gärtnersprichwort: Ein Saatkorn muss so tief in der Erde liegen, wie sein eigener Durchmesser beträgt. Deshalb betrachte vor der Aussaat das Saatkorn: Je feiner es ist, umso flacher muss es liegen.
Saattiefe, Bodenvorbereitung und Keimbedingungen
Nach der Aussaat wird die Erde entsprechend der Größe des Saatkorns angedrückt. Feines Saatgut wird nur leicht angedrückt, grobes Saatgut fester. Der Boden muss vor der Aussaat gut gelockert und feinkrümelig sein. Steine und Erdklumpen behindern die Keimung und führen zu ungleichmäßigem Aufgang. Gießen Sie nach der Aussaat mit einem feinen Brauseaufsatz, damit die Samen nicht weggespült werden. Bei trockenem Wetter muss regelmäßig gegossen werden, bis die Saat aufgegangen ist. Unkraut sollte frühzeitig entfernt werden, damit es den Keimlingen keine Konkurrenz macht.
Aussaatzeiten und Sortenwahl fuer die Freiland-Aussaat
Jede Samenart hat ihre bestimmte Aussaatzeit, die von der Bodentemperatur und den Frostdaten abhängt. Gurken und Bohnen dürfen erst ab Anfang bis Mitte Mai ins Freiland, wenn der Boden ausreichend warm ist. Möhren und Spinat können bereits ab März gesät werden, sobald der Boden offen ist. Salat und Radieschen sind besonders früh aussaatfähig und eignen sich als Vorkultur. Wählen Sie Sorten, die für Ihre Region und Ihren Standort geeignet sind. Frühreifende Sorten sind in kühleren Lagen besonders empfehlenswert, da sie die Wachstumsperiode optimal nutzen.
Häufig gestellte Fragen
Warum geht Saat manchmal nicht auf, obwohl man alles richtig gemacht hat?
Zum Keimen sind Feuchtigkeit und Wärme gleichzeitig nötig. Fehlt eine dieser Bedingungen – zum Beispiel bei zu früher Aussaat in kaltem Boden – geht die Saat nicht auf oder verfault.
Wie tief soll man Saatgut in die Erde einbringen?
Ein Saatkorn soll so tief liegen, wie sein eigener Durchmesser beträgt. Feines Saatgut liegt also sehr flach, grobes Saatgut tiefer. Diese Faustregel gilt für nahezu alle Gemüse- und Blumensamen.