Spalierobst verwandelt selbst den kleinsten Garten in eine ertragreiche Obstwiese. Ob an der Hauswand, am Zaun oder als Raumteiler – Spaliere nutzen die Fläche optimal und liefern köstliche Früchte. Besonders bewährt haben sich Apfelsorten wie ‚James Grieve‘ (süß-säuerlich, reicher Ertrag, Pflückreife ab Mitte September, genussreif Oktober bis März), ‚Berlepsch‘ (feinsäuerlich, hocharomatisch, Pflückreife Anfang Oktober, genussreif November bis März), ‚Roter Boskop‘ (hoher Säuregehalt, würzig-frisch, Pflückreife ab Oktober, genussreif Oktober bis März) und ‚Ontario‘ (lange haltbar, wenig Aroma, Pflückreife Ende Oktober, genussreif Januar bis Mai). Bei den Birnen überzeugen ‚Gute Luise‘ (süß-saftig, reich tragend, Pflückreife Mitte September, genussreif Oktober), ‚Williams Christ‘ (früher Ertrag, saftig-würzig, Pflückreife August/September, genussreif bis Oktober) und ‚Alexander Lucas‘ (saftig, süß-säuerlich, Pflückreife September, genussreif November). Und ist das Gärtchen noch so klein, Spalierobst passt noch immer rein.
Planung und Vorbereitung
Eine schöne Alternative zu klassischen Spalieren sind sogenannte Säulenobstbäumchen. Diese als Säulen gezogenen Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pflaumen werden maximal 3 bis 4 m hoch, aber nur 30 cm breit. Sie eignen sich perfekt für kleine Gärten, Terrassen oder als lebendige Grundstücksbegrenzung. Wähle einen sonnigen Standort mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Plane ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen ein – bei Spalieren etwa 3 bis 4 m, bei Säulenobst genügen 60 bis 80 cm. Für Spaliere benötigst du ein stabiles Gerüst aus Holz oder Draht, das du vor der Pflanzung fest verankerst.
Umsetzung im Garten
Pflanze dein Spalierobst im Frühjahr oder Herbst. Hebe ein ausreichend großes Pflanzloch aus und reichere die Erde mit Kompost an. Setze die Veredelungsstelle etwa eine Handbreit über der Erdoberfläche. Binde die Triebe vorsichtig an das Spaliergerüst und achte darauf, dass sie gleichmäßig verteilt sind. Säulenobst entwickelt die typische Säulenform fast ohne Schnittmaßnahmen und bringt dir dennoch reiche Ernten. Gieße regelmäßig, besonders in den ersten Wochen nach der Pflanzung und während der Fruchtbildung. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut.
Gaertner Poetschkes Tipp: Kombiniere verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten, damit du von August bis in den Frühling hinein frisches Obst ernten kannst. So holst du das Maximum aus deinem Spalier heraus.
Häufig gestellte Fragen
Wie lege ich Spaliere am besten an?
Wähle einen sonnigen, windgeschützten Standort an einer Wand oder einem stabilen Gerüst. Spanne waagerechte Drähte im Abstand von 40 bis 50 cm und pflanze die Obstbäume im Abstand von 3 bis 4 m. Binde die Triebe regelmäßig an und schneide sie in Form.
Welche Vorteile bietet Spalierobst?
Spalierobst spart enorm viel Platz und nutzt vertikale Flächen optimal. Die Früchte reifen durch die Wandwärme besser, sind leichter zu ernten und zu pflegen. Zudem wirken Spaliere als dekorative Gestaltungselemente im Garten.