Echter Mehltau ist eine der bekanntesten Pilzkrankheiten im Garten und zeigt sich als weißer, mehlartiger Belag auf Blättern, Stängeln und Blüten. Besonders im Spätsommer bei warmem Wetter und kühlen Nächten breitet er sich schnell aus.
Was ist Echter Mehltau?
Als Echten Mehltau bezeichnet man den sich auf Stängeln, Blattober- und Blattunterseiten sowie Blüten entwickelnden weißen, mehlartigen Pilzrasen. Typisch für den Echten Mehltau ist, dass er sich von den Pflanzenteilen abwischen lässt. Der Echte Mehltau sitzt auf der Pflanze und schädigt sie durch in sie eindringende Saugfortsätze. Kann er sich unbehandelt gut und schnell ausbreiten, dann verbräunen die befallenen Pflanzenteile und sterben ab. Die Krankheit verbreitet sich durch Sporen.
Wann und welche Pflanzen befällt Echter Mehltau?
Echter Mehltau tritt besonders im Spätsommer auf, wenn es noch warm ist und die Nächte für reichlich Tau sorgen. Er befällt fast alle Gartenpflanzen, besonders gern ist er auf Sommerblumen zu Hause – Löwenmaul, Begonien, Knollenbegonien, Wicken, Phlox, Verbenen, Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen, aber auch Rosen, Nelken und Erbsen, Gurken, Pfirsiche, Erdbeeren sowie Stachelbeeren sind gute Wirte.
Vorbeugung und Bekämpfung
Echter Mehltau lässt sich im Frühstadium gut bekämpfen. Bei starkem Befall müssen die betroffenen Pflanzen entsorgt werden. Vorbeugend helfen ausreichende Pflanzabstände, gute Luftzirkulation und die Wahl mehltauresistenter Sorten. Zugelassene Fungizide können im Frühstadium eingesetzt werden.
Gärtner Poetschkes Tipp: Echter Mehltau lässt sich von den befallenen Pflanzenteilen abwischen – das unterscheidet ihn vom Falschen Mehltau, der bevorzugt an der Blattunterseite sitzt und sich nicht abwischen lässt.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheide ich Echten von Falschem Mehltau?
Echter Mehltau bildet einen weißen, mehlartigen Belag auf der Blattoberseite, der sich abwischen lässt. Falscher Mehltau bildet ein weißliches bis hellbraunes Geflecht bevorzugt an der Blattunterseite und lässt sich nicht abwischen.
Wann tritt Echter Mehltau am häufigsten auf?
Echter Mehltau tritt besonders im Spätsommer auf, wenn die Tage noch warm sind und die Nächte kühl werden und für reichlich Tau sorgen. Trockene, warme Bedingungen tagsüber begünstigen seine Ausbreitung.