Kamelie

Kamelie

Pflanz- und Pflegeanleitung Kamelie

Botanischer Name

Camelia japonica

Familie

Teestrauchgewächse (Theaceae)

Pflanzung und Standort

Kamelien haben oftmals den Ruf, eine schwierige Kultur zu sein – zu Unrecht, denn am richtigen Standort und mit den richtigen Pflegehinweisen begeistern sie von Jahr zu Jahr mit einer zunehmenden Blütenfülle. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, damit die Kamelien gut eingewurzelt überwintern können. Sie wurzeln flach und sollten niemals zu tief gesetzt werden. Bei der Pflanzung kann der Erde eine Handvoll organischer Volldünger beigemischt werden, zum Beispiel Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter® für den Ziergarten. Nach dem Angießen – mit kalkfreiem Wasser – erhalten die Kamelien eine 5–7 cm starke Mulchschicht aus Rindenmulch oder Nadelstreu.

Im Allgemeinen gedeihen Kamelien dort gut, wo auch Rhododendren wachsen. Ein luftfeuchter und unbedingt vor Wind geschützter Standort im lichten Schatten ist für sie ideal. Dabei ist volles Sonnenlicht am späten Nachmittag dem Knospenansatz förderlich. Im Winter ist ein kompletter Schatten am besten, zumindest muss jedoch für einen Schutz vor der Morgensonne gesorgt sein.

Kamelien vertragen keinen Kalk. Sie gedeihen auf einem gut durchlässigen und humushaltigen Boden mit einem pH-Wert von circa 5,5. Die Pflanzung erfolgt in einer Mischung aus ausgehobener Erde, Rindenhumus und/oder Moorbeet-Nadelerde zu gleichen Teilen. Einen festen, lehmigen Boden kann man durch Untermischen von Torf oder Rhododendronerde verbessern. Dieser „Waldboden“ darf einerseits nicht austrocknen – andererseits ist Staunässe absolut zu vermeiden. Als Substrat für Kübelpflanzungen eignet sich fertige Rhododendronerde oder ein Gemisch aus Erde, Rindenhumus und Moorbeeterde. Damit im Topf keine Staunässe entstehen kann, sollte auf den Kübelboden eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies gegeben werden.

Pflege

Vorsicht! Kamelien sind – wie Rhododendren auch – salzempfindlich! Daher nur sehr sparsam düngen. Gleichzeitig hilft diese Vorgehensweise auch den kompakten Wuchs der Pflanzen zu erhalten. Nach der Blüte nur Rhododendron-Dünger, wie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter® für Rhododendren, verwenden. Die Düngung ist spätestens im Juli einzustellen. Der Boden darf niemals völlig austrocknen, da besonders immergrüne Laubgehölze zu allen Jahreszeiten Wasser verdunsten. Gewässert wird nur mit kalkarmem, abgestandenem Wasser oder Regenwasser, da Kamelien kalkempfindlich sind. In sehr trockenen und warmen Zeiten ist das Übersprühen der gesamten Pflanze mit kalkfreiem Wasser vorteilhaft.

Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen bzw. Umtopfen sind die Sommermonate, wenn die Blütenknospen angelegt sind. Wenn sich Kamelien an ihrem Standort wohl fühlen, sollte man sie dort aber möglichst belassen. Kübelpflanzen topft man bei Bedarf um. Ein Zeitraum von 3–4 Jahre ist in der Regel ausreichend. Schnittmaßnahmen sind generell nicht erforderlich. Sie können aber notwendig werden, um der Pflanze eine bestimmte Form zu geben oder um sie an einem Spalier ziehen zu können. Kamelien werden gleich nach der Blüte geschnitten. Ein späterer Schnitt verhindert den Knospenansatz für die Blüte im folgenden Jahr.

Besonderheiten zum Winterschutz

An entsprechenden Standorten können Kamelien in ihrer Ruhezeit Tiefstemperaturen von –15 bis –20 °C überstehen. Für den Normalfall reicht ein Abdecken bei anhaltenden Temperaturen von unter –5 bis –10 °C mit dickerem Vlies, Reetmatten, Sackleinen oder ähnlichem. Außerdem schafft man so Abhilfe gegen starke Schneeschichten, austrocknende Winde und Morgensonne. Diese Materialien sollten aber nicht auf den Pflanzen aufliegen. Ein Lattengestell kann dabei hilfreich sein. Wichtig ist der Frostschutz der Wurzeln. Er wird durch eine starke Mulchschicht gewährleistet, zum Beispiel Nadelstreu, trockenes Laub, Rindenmulch oder auch Sand.

Kamelien in Kübeln benötigen einen besonderen Winterschutz. Kübelpflanzen, die in unseren Breiten an sich winterhart sind, sind durch gefrorenen Boden stärker belastet als ausgepflanzte Exemplare. Da bei ihnen der Frost von allen Seiten angreifen kann, gefriert der Ballen wesentlich schneller. Außerdem reagieren die Wurzeln meist empfindlicher auf Minusgrade als die oberirdischen Sprosse. Um Schäden vorzubeugen, sollten winterharte Kübelpflanzen auf jeden Fall geschützt werden. Zum Beispiel kann man schon vor der Bepflanzung den Kübel von innen mit 1–2 cm dicken Styroporplatten isolieren.

Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  • Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln.
  • Ihn alternativ in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh oder Rindenmulch füllen.
  • Die Bodenoberfläche etwa 10 cm mit Laub bedecken oder mit Tannenzweigen schützen.
  • An frostfreien Tagen gießen, wobei das Abzugsloch immer frei gehalten werden muss, damit keine Staunässe entsteht.
  • Einen windgeschützten Standort zur Überwinterung wählen.

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