Schmucklilie Pflege

Schmucklilie Pflanz- und Pflegeanleitung

Botanischer Name

Agapanthus in Arten und Sorten

Familie

Amaryllengewächse (Amaryllidaceae)

Schmucklilien zählen zu den beliebtesten Kübelpflanzen überhaupt. Sie sind äußerst robust und pflegeleicht, können mit einem Minimum an Pflege ein stattliches Alter erreichen und bestechen mit einem attraktiven Äußeren. Die Hauptblütezeit der ursprünglich aus Südafrika stammenden Staude fällt in die Monate von Juli bis September. Innerhalb dieses Zeitraums blüht sie mit weißen oder blauen, großen, kugelrunden und ein wenig an Zierlauch erinnernden Blütenbällen. Um die Überwinterung der frostempfindlichen Stauden zu vereinfachen, werden sie in der Regel meist als Kübelpflanzen gehalten.

Pflanzung und Standort Schmucklilie

Schmucklilien lieben einen vollsonnigen sowie warmen Standort, gedeihen aber auch noch im Halbschatten recht gut. Allerdings bilden die Sonnenanbeter an einem schattigeren Platz weniger Blüten aus und auch das Wachstum wird gehemmt. Nur bei allzu großer Hitze ist in den Mittagsstunden ein Schutz vor praller Sonne sinnvoll. Wenn möglich sollte der Standort windgeschützt sein, um die langen Blütenstiele mit den großen Blütenbällen vor dem Umknicken zu schützen. An die Gartenerde beziehungsweise bei Kübelpflanzung an das Substrat stellen Schmucklilien keine besonderen Ansprüche. Für den Topf eignet sich ganz normale Kübelpflanzenerde, die bei Bedarf mit Lehm (für eine gute Bindung der Feuchtigkeit) und mit Sand oder Blähton (für eine gute Durchlässigkeit) verbessert werden kann. Da Schmucklilien sehr anfällig gegenüber Staunässe sind, empfiehlt es sich zudem, mit einer Drainage aus Kies oder Tonscherben am Topfboden einen zügigen Wasserabzug zu ermöglichen.

Pflege Schmucklilie

Schmucklilien besitzen die Fähigkeit, längere Zeit ohne Wasser auszukommen und vertragen problemlos auch längere Trockenperioden. Sie können nämlich Wasser in ihren fleischigen Wurzeln und Rhizomen speichern. Von Schäden, die durch kurzfristige Trockenheit entstehen, erholen sich die Stauden meist gut. Schäden wie faulende Wurzeln, die durch Staunässe entstehen, beeinträchtigen die Pflanzen dagegen wesentlich mehr. Aus diesem Grund sollte man zwar regelmäßig gießen, aber lieber immer nur mäßig. Bei lang anhaltendem Regen im Sommer sind die Kübel geschützt aufzustellen. Ausgepflanzte Exemplare werden im Frühjahr mit einem Volldünger – wie Pflanzenfutter® für den Ziergarten – versorgt. Kübelpflanzen düngt man dagegen während der Wachstumszeit von April bis August mit einem Flüssigdünger – wie zum Beispiel Pflanzenfutter® flüssig. Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich. Verwelkte Blütenstiele können mit einer Schere entfernt werden. Abgestorbene Blätter sollten dagegen nicht geschnitten, sondern herausgerissen werden.

Da stark durchwurzelte Pflanzen besser blühen, sollte nur umgetopft werden, wenn es unbedingt nötig erscheint – sei es, dass die Wurzeln den Kübel zu sprengen drohen oder dass die Erde völlig ausgelaugt ist. Die Wurzeln von Schmucklilien mögen keine großen Störungen, deshalb ist beim Umpflanzen sehr vorsichtig vorzugehen. Das Umtopfen kann wahlweise im Herbst oder im Frühjahr erfolgen. Verwenden Sie für das Umtopfen ein Pflanzgefäß, das nur geringfügig größer ist als das bisher verwendete. Nach dem Umtopfen kann es vorkommen, dass die Staude im ersten Jahr kaum blüht. Spätestens im Folgejahr, wenn sie wieder gut durchwurzelt ist, wird sie wieder zuverlässig Blüten ansetzen. Im Frühjahr können Schmucklilien bei Bedarf auch geteilt werden.

Schmucklilie überwintern

Es gibt Agapanthus-Arten, die mit einem entsprechenden Winterschutz ausgepflanzt winterhart sind. Allerdings sollte man dabei beachten, dass Boden sowie Kleinklima die Winterhärte beeinflussen können. Besonders wichtig ist ein durchlässiger Boden ohne Nässe. Eine Abdeckung mit Tannenzweigen im Wurzelbereich ist unbedingt bei jungen Pflanzen sowie in rauen Lagen zu empfehlen. Zu diesen Arten zählen meist die blatteinziehenden Schmucklilien, denn sie vertragen etwas mehr Frost als die immergrünen Arten. Kurzfristig können sie bei optimalen Rahmenbedingungen Temperaturen von bis zu –15 °C überstehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält seine Schmucklilie als Kübelpflanze und überwintert sie frostfrei bei 5–10 °C in einem luftigen Raum. Für die immergrünen Schmucklilien der Art Agapanthus africanus ist ein Wintergarten oder Gewächshaus ideal. Aber auch ein Keller mit ausreichend Licht ist denkbar. Da alle blatteinziehenden Arten über Winter ihr Laub verlieren, können sie auch in einem etwas dunkleren Raum überwintern. Beide sollten aber im Herbst so spät wie möglich und im Frühjahr so früh wie möglich ein- beziehungsweise wieder ausgeräumt werden. Dabei sollten sie aber langsam wieder an das Sonnenlicht gewöhnt werden und bei wiederkehrenden Frosteinbrüchen mit Vlies oder ähnlichem geschützt werden.



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